English Woman's Journal - Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin

Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin


Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin
Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin / Foto: Handout - INTERPOL/AFP

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, fahndet Interpol nach einer Ukrainerin. Die 39-jährige Anastasija Beresowska werde in Monaco wegen versuchten Mordes, der Platzierung eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gesucht, erklärte die internationale Polizeiorganisation am Freitag in ihrem Fahndungsaufruf.

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Auf zwei Fahndungsfotos ist eine Frau mit halblangen braunen Haaren und einem schwarz-weiß-gestreiften T-Shirt zu sehen. Auf ihrem rechten Oberarm hat sie ein Tattoo, laut Interpol vermutlich eine Schlange. Die Verdächtige spricht den Angaben zufolge Deutsch. Nach Informationen der französischen Zeitung "Le Figaro", die am Donnerstag zuerst über den Verdacht gegen eine Frau berichtet hatte, lebt die Gesuchte in Deutschland.

Monacos Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag Haftbefehl erlassen, aber zunächst keine Einzelheiten genannt. Bei der Tat am Montagabend hatte eine Person ein Paket in der Eingangshalle eines Wohnhauses in Monaco abgelegt. Kurz darauf detonierte ein Sprengsatz. Die drei Bewohner - ein Paar und ein 13-jähriger Junge - kamen gerade nach Hause und wurden verletzt.

Nach übereinstimmenden Informationen handelt es sich bei den Opfern um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, einen Unternehmer ukrainischer Herkunft, sowie um dessen Partnerin und den Sohn des Paares. Jermolajew hatte sich in der ostukrainischen Stadt Dnipro als skrupelloser Immobilienunternehmer einen Namen gemacht. Der Geschäftsmann, der die ukrainische Staatsbürgerschaft schon vor Jahren abgegeben hat und nun zyprischer Staatsbürger ist, zählte jahrelang zu den 100 reichsten Menschen in der Ukraine.

In der Ukraine zählt Jermolajew zum sogenannten "Monaco-Bataillon", einer Gruppe von Geschäftsleuten und früheren Oligarchen, die sich nach Beginn des Kriegs gegen Russland an der Mittelmeerküste niedergelassen haben. Seit 2023 unterliegt Jermolajew in der Ukraine Sanktionen wegen seiner geschäftlichen Aktivitäten auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim.

B.Jamieson--EWJ

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