English Woman's Journal - Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade

Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade


Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade
Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade / Foto: Ibrahim OT - AFP

Nach den tödlichen Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade hat das Amtsgericht der niedersächsischen Stadt gegen den mutmaßlichen Täter Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes erlassen. Das Amtsgericht sei dem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt, erklärte die Ermittlungsbehörde am Dienstagabend. Der 45-Jährige wurde demnach in eine Haftanstalt gebracht. Zwei tatverdächtige Frauen wurden dagegen auf freien Fuß gesetzt.

Textgröße ändern:

Wegen Merkmalen wie Heimtücke und niedere Weggründe werteten die Ermittler die Tat als sechsfachen Mord, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Der Mann stehe im Verdacht, während eines Hilfeplangesprächs unter Beteiligung von Mitarbeitern der Einrichtung sowie des Jugendamtes der Region Hannover plötzlich auf die Mitarbeiter geschossen zu haben, um sie zu töten.

Hintergrund der Bluttat war nach ersten Erkenntnissen offenbar ein Sorgerechtsstreit. In der Jugendhilfeeinrichtung waren die drei Monate alte Tochter des mutmaßlichen Schützen sowie die 34-jährige Kindsmutter untergebracht. Kurz nach den Schüssen wurde der in einem Auto flüchtende Verdächtige von Einsatzkräften der Polizei gestoppt und festgenommen.

Einem "Spiegel"-Bericht zufolge soll der Verdächtige sein drei Monate altes Kind geschüttelt und dadurch gefährdet haben. Ein Arzt stellte demnach entsprechende Verletzungen bei dem Baby fest. Der 45-Jährige aus Garbsen in der Region Hannover und die Kindsmutter waren demnach getrennt. Dem Magazin zufolge gab es einen Streit um das Sorgerecht, in dem ein Gericht im April und Mai zweimal entschied.

In der evangelischen St.-Wilhadi-Kirche in Stade war für Dienstagabend eine Andacht zum Gedenken an die Getöteten geplant. Sie stand nach Behördenangaben neben Betroffenen und Einsatzkräften auch Bürgerinnen und Bürgern offen. Erwartet wurde auch Landesbischof Ralf Meister.

Ch.McDonald--EWJ

Empfohlen

Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben

Im Fall des Mordes an der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe sind grausame Details bekannt geworden: Ein britisches Gericht ordnete am Dienstag Untersuchungshaft für einen 28-jährigen Briten an, der laut Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, Widdecombe 21 Mal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen zu haben. Anschließend habe er eine Geldbörse aus ihrer Handtasche gestohlen und sei geflohen. Als Prozessbeginn wurde der 8. Juni 2027 festgesetzt.

Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludag erneut in der Türkei festgenommen

Ein türkischer Journalist der Deutschen Welle ist in der Türkei erneut inhaftiert worden. "Ich werde festgenommen", erklärte Alican Uludag am Dienstag im Onlinedienst X. Der in der Hauptstadt Ankara ansässige Journalist war bereits im Februar wegen "Beleidigung des Präsidenten" festgenommen worden und hatte anschließend rund 90 Tage im berüchtigten Gefängnis Silivri nahe Istanbul verbracht. DW-Intendantin Barbara Massing nannte die erneute Festnahme "zutiefst besorgniserregend".

Nach Gewalt bei Protesten in Indien: Gandhi fordert Rücktritt von Premier Modi

Nach heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften bei Protesten gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat Oppositionsführer Rahul Gandhi den Rücktritt von Premierminister Narendra Modi gefordert. Modi "zerstört die Zukunft der indischen Jugend", schrieb Gandhi am Dienstag in Onlinemedien. Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung will trotz des harten Vorgehens der Polizei ihre Aktionen fortsetzen.

Caritas kritisiert Bundesregierung wegen Kürzungen bei humanitärer Hilfe

Das katholische Hilfswerk Caritas hat die Bundesregierung wegen der Kürzungen der Mittel für humanitäre Hilfe kritisiert. "Der Staat kürzt seine Unterstützung ausgerechnet in einer Zeit, in der humanitäre Hilfe dringlicher und gefährlicher wird", sagte der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation in Freiburg.

Textgröße ändern: