English Woman's Journal - UNO warnt vor neu entwickelten synthetischen Drogen

UNO warnt vor neu entwickelten synthetischen Drogen


UNO warnt vor neu entwickelten synthetischen Drogen
UNO warnt vor neu entwickelten synthetischen Drogen / Foto: Sai Aung MAIN - AFP/Archiv

Immer mehr Menschen in aller Welt konsumieren einem UN-Bericht zufolge Drogen. Vor allem bei neuartigen, synthetischen Substanzen sei ein "beispielloser Anstieg" zu beobachten, hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) zum Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch.

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Der Weltdrogenbericht der UN-Institution gibt die Zahl der Rauschgiftkonsumenten im Jahr 2024 mit 331 Millionen an - das entspricht 6,2 Prozent der Weltbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren. 2014 lag die Zahl der Drogenkonsumenten demnach noch bei 5,2 Prozent.

Die am meisten konsumierte illegale Droge war erneut Cannabis, gefolgt von Opioiden, Amphetaminen, Kokain und Ecstasy. Einen großen Anstieg gibt es laut dem Bericht bei neuen, synthetischen Opioiden wie zum Beispiel Fentanyl. Diese seien "wirksamer und gefährlicher" als die bisherigen Substanzen. Außerdem könnten Produzenten mit Neuentwicklungen Vorschriften und Verbote umgehen.

Fentanyl werde auch als Heroin-Alternative immer beliebter, weil die afghanischen Taliban den Anbau von Schlafmohn weitgehend verhinderten, hieß es in dem Bericht weiter: "Eine Abkehr von pflanzlichen Opiaten hin zu synthetischen Stoffen könnte zu einer dauerhaften Veränderung des globalen Opioidmarktes führen."

Deutschland hat sich dem Bericht zufolge zum Umschlagplatz für Ketamin in ganz Europa entwickelt, zumal der Stoff hierzulande nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Dies lege den Schluss nahe, dass das Narkosemittel an "irgendeinem Punkt der Lieferkette abgezweigt" wird und dann auf dem illegalen Markt landet.

Auch beim Kokain ist dem Bericht zufolge ein Anstieg festzustellen. Demnach hat sich die weltweit konsumierte Menge in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Händler nehmen demnach zunehmend neue Märkte in Afrika und Asien ins Visier.

D.W.Robertson--EWJ

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