English Woman's Journal - Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler

Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler


Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler
Fruchtimporte als Tarnung für Kokain: Großrazzia gegen mutmaßliche Drogenhändler / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP/Archiv

Sie waren im internationalen Fruchthandel tätig und sollen das zum Schmuggel von Kokain im Tonnenbereich genutzt haben: Deutsche Ermittler sind am Mittwoch mit einer Großrazzia in mehreren Bundesländern und in der Schweiz gegen mutmaßliche Drogenhändler vorgegangen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilten. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden demnach drei Verdächtige festgenommen. 16 Objekte wurden durchsucht.

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Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen insgesamt zehn Beschuldigte, die ein Netzwerk aus teilweise legalen und teilweise nur zum Schein bestehenden Importfirmen aufgebaut haben sollen. Über dieses Konstrukt sollen sie erhebliche Mengen Kokain in Frachtcontainern aus Südamerika in europäische Nordseehäfen geschmuggelt haben. Details zu Mengen und Routen nannten BKA und Generalstaatsanwaltschaft nicht. Es gehe um Lieferungen "im Tonnenbereich", teilten diese lediglich mit.

Die Verdächtigen waren demnach überwiegend in Norddeutschland sowie im Nachbarland Schweiz wohnhaft und nutzten für den mutmaßlichen Schmuggel "ihre berufliche Stellung im internationalen Fruchthandel aus". Die drei in Norddeutschland festgenommen Beschuldigten sollten nach Angaben der Ermittler zeitnah dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der über die Anordnung von Untersuchungshaft entscheiden sollte.

Durchsucht wurden 16 Wohn- und Geschäftshäuser in nicht näher genannten Orten. An der Aktion waren laut Ermittlern unter anderem auch Zoll, Bundespolizei und Strafverfolgungsbehörden in der Schweiz beteiligt. Es wurden Beweismittel in Form von Frachtunterlagen, Mobiltelefonen und Computern sowie Vermögenswerte in sechsstelliger Höhe beschlagnahmt.

Seit Jahren steigt die Menge des nach Europa geschmuggelten Kokains stark an. Ermittler fangen insbesondere in den Seehäfen inzwischen immer wieder Lieferungen im Tonnenbereich ab, die im normalen Frachtverkehr versteckt werden. Erst vor etwa zwei Wochen hatte der Zoll den Fund von rund acht Tonnen Kokain mit einem Marktwert von mehr als einer halben Milliarde Euro in einem Container im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven bekanntgegeben. Die Kontrolle erfolgte im Februar.

E.Cunningham--EWJ

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