English Woman's Journal - Richterlicher Beschluss: Trumps Name von Kennedy Center entfernt

Richterlicher Beschluss: Trumps Name von Kennedy Center entfernt


Richterlicher Beschluss: Trumps Name von Kennedy Center entfernt
Richterlicher Beschluss: Trumps Name von Kennedy Center entfernt / Foto: Alex WROBLEWSKI - AFP

Nach einer richterlichen Entscheidung ist am Samstag der Name von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des renommierten Kennedy Centers entfernt worden. Die Kultureinrichtung habe der Gerichtsentscheidung Folge geleistet und "sämtliche physische Beschilderung am Kennedy Center" entfernt, auf der der Name des US-Präsidenten stand, teilte der Geschäftsführer des Kennedy Centers, Matt Floca, am Samstag in einem Gerichtsdokument mit. Ein US-Bundesrichter hatte zuvor den Antrag des Verwaltungsrats des Kennedy Centers sowie des Justizministeriums zurückgewiesen, die Rückbenennung zu stoppen.

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Eine weiße Plane verdeckte am Mittag (Ortszeit) noch einen großen Teil der Schrift an der Außenseite des Kulturzentrums, sodass die Entfernung von Trumps Namen zunächst nicht erkennbar war.

Bundesrichter Christopher Cooper hatte Ende Mai entschieden, dass die von Trump vorgenommene Hinzufügung seines Namens rechtswidrig sei, da allein der US-Kongress das Recht zur Umbenennung habe. Er ordnete an, dass Trump seinen Namen binnen zwei Wochen von der Marmorfassade des Kulturzentrums entfernen lassen müsse. Von der Website war Trumps Name bereits Anfang der Woche entfernt worden.

Mit Blick auf den Ablauf der Frist wurde am Freitagvormittag am Gebäude ein Gerüst aufgebaut. Kurz vor dem Fristende um Mitternacht beantragte das Kulturzentrum jedoch eine Verlängerung der Frist um zwölf Stunden, wie US-Medien berichteten. Die Arbeiten verzögerten sich durch "Gewitter, die Sicherheitsrisiken für die Arbeiter" darstellen, teilte Geschäftsführer Floca mit.

Am Freitagabend hatten sich zahlreiche Menschen vor dem Kulturzentrum versammelt. Die Menge begleitete den Aufbau des Baugerüstes, von dem aus Trumps Name von der Fassade entfernt wurde. Auch im Internet verfolgten tausende Menschen in einer Live-Übertragung den Gerüstaufbau.

Das Kuratorium des Kulturzentrums und das Justizministerium hatten Cooper am Donnerstag aufgefordert, das Urteil auszusetzen. Der Richter wies den Antrag mit der Begründung zurück, dem öffentlichen Interesse sei "selten gedient durch die 'Fortführung' von 'rechtswidrigem' staatlichen Handeln". Der Verwaltungsrat und das Justizministerium legten daraufhin bei einem höheren Gericht Berufung ein.

Cooper hatte Ende Mai auch den Plan des Präsidenten, die Einrichtung ab dem Nationalfeiertag am 4. Juli für zwei Jahre zu schließen, vorerst gestoppt. Trump hatte den Schritt mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begründet.

Nach seinem Amtsantritt hatte Trump die Leitung des Kennedy Centers entlassen und ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz eingesetzt. Dieses beschloss dann im Dezember, Trumps Namen auf der Fassade über den des früheren Präsidenten John F. Kennedy zu setzen.

Nach der Ermordung von Präsident Kennedy 1963 war das Kulturzentrum zu seinen Ehren in Washington errichtet und 1971 eröffnet worden. Trump hatte es nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution bezeichnet und ein "patriotisches" Kulturprogramm angekündigt.

S.Smith--EWJ

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