English Woman's Journal - Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023

Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023


Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023
Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 / Foto: Jack GUEZ - AFP

In der israelischen Metropole Tel Aviv hat es erstmals seit dem Großangriff der Hamas-Miliz am 7. Oktober 2023 wieder eine Pride-Parade in früherer Form gegeben. Tausende Teilnehmer zogen am Freitag in bunter Aufmachung und mit lauter Musik durch die Straßen. Auf Plakaten kritisierten viele Teilnehmer die rechtsgerichtete israelische Regierung.

Textgröße ändern:

"Ich wollte schon vergangenes Jahr kommen, aber sie haben die Parade in letzter Minute abgesagt, und im Jahr davor auch", sagte der 40 Jahre alte Kindergartenmitarbeiter Orion Tree der Nachrichtenagentur AFP. "Wir versuchen, zu feiern, aber es sind viel weniger Leute da als in den Jahren davor", sagte eine Teilnehmerin, die ihren Namen nicht nennen wollte.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen Israels mit der libanesischen Hisbollah-Miliz und dem Iran sowie der Militäreinsatz im Gazastreifen beschäftigten viele Teilnehmer. Vor nicht einmal einer Woche hatte es Luftalarm in Tel Aviv gegeben. Auch wenn noch Krieg herrsche, "ist es eine Gelegenheit, uns daran zu erinnern, dass Liebe stärker ist als alles andere", sagte der Sportlehrer Shai Raviv.

Die Parade in Tel Aviv war viele Jahre lang die größte LGBTQ-Veranstaltung im Nahen Osten und diente Israel als liberales Aushängeschild. Viele Teilnehmer machten diesmal allerdings ihrem Ärger über die rechtsgerichtete israelische Regierung Luft.

"Es ist nicht so, dass die LGBT-Community hier all die Dinge bekommt, von denen die Menschen denken, dass wir sie hier in Israel haben, wir können zum Beispiel nicht heiraten", sagte Tal Salin Aicha, eine 31-jährige Tätowiererin. "Wir müssen noch um vieles kämpfen!"

R.Sutherland--EWJ

Empfohlen

Steinmeier bei Gedenken zu zehntem Jahrestag von OEZ-Attentat in München

In München wird am Mittwoch (16.00 Uhr) zum zehnten Jahrestag der Opfer des rechtsextremistisch motivierten Attentats am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) gedacht. Angehörige der neun getöteten Menschen, Überlebende und Münchner Bürger wollen bei der Veranstaltung an die Getöteten vom 22. Juli 2016 erinnern. Hauptredner ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, zudem sprechen die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) und Hinterbliebene.

Hunderte Menschen fliehen vor neuem Waldbrand in Südfrankreich

Ein sich rasend schnell ausbreitender Waldbrand hat im Süden Frankreichs hunderte Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen. Wie die Behörden im Département Var am Dienstagabend mitteilten, waren fast tausend Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Sie wurden von acht Löschflugzeugen unterstützt.

Brite soll Ex-Ministerin Widdecombe mit 21 Hammer-Schlägen getötet haben

Im Fall des Mordes an der britischen Ex-Ministerin Ann Widdecombe sind grausame Details bekannt geworden: Ein britisches Gericht ordnete am Dienstag Untersuchungshaft für einen 28-jährigen Briten an, der laut Staatsanwaltschaft verdächtigt wird, Widdecombe 21 Mal mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen zu haben. Anschließend habe er eine Geldbörse aus ihrer Handtasche gestohlen und sei geflohen. Als Prozessbeginn wurde der 8. Juni 2027 festgesetzt.

Deutsche-Welle-Journalist Alican Uludag erneut in der Türkei festgenommen

Ein türkischer Journalist der Deutschen Welle ist in der Türkei erneut inhaftiert worden. "Ich werde festgenommen", erklärte Alican Uludag am Dienstag im Onlinedienst X. Der in der Hauptstadt Ankara ansässige Journalist war bereits im Februar wegen "Beleidigung des Präsidenten" festgenommen worden und hatte anschließend rund 90 Tage im berüchtigten Gefängnis Silivri nahe Istanbul verbracht. DW-Intendantin Barbara Massing nannte die erneute Festnahme "zutiefst besorgniserregend".

Textgröße ändern: