English Woman's Journal - Thailand: Zwei chinesische Uiguren wegen Anschlags auf Schrein zum Tode verurteilt

Thailand: Zwei chinesische Uiguren wegen Anschlags auf Schrein zum Tode verurteilt


Thailand: Zwei chinesische Uiguren wegen Anschlags auf Schrein zum Tode verurteilt
Thailand: Zwei chinesische Uiguren wegen Anschlags auf Schrein zum Tode verurteilt / Foto: PORNCHAI KITTIWONGSAKUL - AFP/Archiv

Knapp elf Jahre nach einem tödlichen Anschlag auf einen hinduistischen Schrein in Bangkok hat ein thailändisches Gericht am Donnerstag zwei chinesische Uiguren zum Tode verurteilt. Die beiden Männer wurden von dem Gericht in der thailändischen Hauptstadt wegen vorsätzlichen und wegen versuchten Mords schuldig gesprochen. Die Verteidigung der beiden Uiguren kündigte Berufung an.

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Bei dem Anschlag im Zentrum der Hauptstadt Bangkok waren im August 2015 zwanzig Menschen getötet worden. Die meisten Opfer kamen aus China. Mehr als hundert weitere Menschen wurden bei der Explosion in dem von Gläubigen und Touristen besuchten Erawan-Schrein verletzt. Der Sprengsatz war vermutlich in einem Rucksack versteckt worden.

"Die Angeklagten haben in einer einzigen Tat mehrere Gesetze gebrochen", sagte ein Mitglied des vierköpfigen Richtergremiums. "Das Gericht verhängt daher die strengste Strafe, die das Gesetz vorsieht, die Todesstrafe."

Einer der Verurteilten sagte nach der Urteilsverkündung, er akzeptiere "nichts von alldem". Er habe "nichts Falsches getan". In dem seit 2016 andauernden Prozess habe das Gericht mehrere Aspekte des Falles nicht ausreichend berücksichtigt, darunter die Behandlung der beiden Angeklagten, sagte der Verteidiger der beiden Männer, Choochat Kanpai, vor Journalisten. Er werde deshalb Berufung einlegen.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jiang, sagte am Donnerstag, China unterstütze das Todesurteil gegen die beiden Uiguren. "Die Angreifer handelten absolut unmenschlich und extrem abscheulich", sagte er auf einer Pressekonferenz.

Die Uiguren sind ein überwiegend muslimisches Turkvolk im Nordwesten Chinas. Menschenrechtsorganisationen werfen Peking seit Jahren vor, die Minderheit zu unterdrücken. Der Anschlag ereignete sich, kurz nachdem die damals in Thailand herrschende Militärjunta 109 Uiguren unter Zwang nach China ausgewiesen hatte, was zu Spekulationen über eine Vergeltungstat führte.

R.Sutherland--EWJ

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