English Woman's Journal - Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt

Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt


Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt
Mann in Leipzig wegen Anlagebetrugs zu langer Haftstrafe verurteilt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Wegen Anlagebetrugs im Internet ist ein Mann in Leipzig zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht der sächsischen Stadt sprach den 41-Jährigen am Donnerstag des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Textgröße ändern:

Laut Anklage soll der Mann gemeinsam mit anderen zwischen April 2020 und November 2022 Kunden in Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern betrogen haben. Die Geschädigten wurden auf verschiedenen Onlineplattformen dazu gebracht, ihr Vermögen vermeintlich anzulegen. Tatsächlich wurde es von den Betrügern aber vereinnahmt. Insgesamt soll ein Schaden von mehr als vier Millionen Dollar (3,44 Millionen Euro) entstanden sein.

Als leitender Angestellter war der Angeklagte aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft dafür verantwortlich, die Menschen anzuleiten und zu überwachen, die den Betrug unmittelbar begingen. Auch um die technische Funktionsfähigkeit soll er sich gekümmert haben. Er soll von Georgien, Israel und anderen Orten aus gehandelt haben. Festgenommen wurde er in Montenegro.

Dem Urteil ging eine Verständigung voraus, also eine Festlegung des Strafrahmens im Fall eines Geständnisses. Die Generalstaatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten, die Verteidigung eine Strafe im unteren Rahmen der Verständigung.

M.Campbel--EWJ

Empfohlen

Missbrauchsverdacht gegen führenden Buddhisten aus Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist ein ehemals führender Vertreter eines buddhistischen Klosters wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Vergewaltigung festgenommen worden. Dem 59 Jahre alten Mann werden mehr als hundert Fälle vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Kaiserslautern mitteilten. Er sei in einem Hotel in Kaiserslautern gefasst worden, wo er sich versteckt gehalten habe.

Sexualstrafrecht: Hubig will "Ja heißt Ja"-Regelung

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich im Sexualstrafrecht für eine Einführung des Konsensprinzips nach dem Motto "Nur Ja heißt Ja" ein. "Ich persönlich bin dafür, dass wir diesen konsequenten Schritt zu 'Ja heißt Ja' im Strafrecht in Deutschland gehen", sagte Hubig am Freitag in Luxemburg. Sie wolle nun in der Koalition mit der Union über einen solchen Schritt beraten.

Nach Fund von Mädchenleiche in Frankreich: Regierung prüft mögliche Justizpannen

Nach dem Fund einer vermutlich ermordeten Elfjährigen in Frankreich prüft die Regierung mögliche Justizpannen. Premierminister Sébastien Lecornu berief die Innen- und Justizminister am Freitag zu einer Sitzung ein. Der Fall löste in Frankreich Entsetzen und Empörung aus: Der Verdächtige war in der Vergangenheit mehrfach wegen Vergewaltigung Minderjähriger angezeigt worden, ohne dass dies juristische Folgen hatte. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage.

Clankriminalität in Berlin nimmt spürbar zu

Die Clankriminalität in Berlin hat spürbar zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Menschen, die dem Phänomenbereich Clankriminalität zugerechnet werden, um elf Prozent auf 685, teilte die Senatsverwaltung für Inneres am Freitag mit.

Textgröße ändern: