English Woman's Journal - Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg

Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg


Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg
Tödliche Pistolenschüsse auf Cousin: Zehneinhalb Jahre Haft für Mann in Hamburg / Foto: Marcus Brandt - POOL/AFP/Archiv

Nach tödlichen Pistolenschüssen auf seinen Cousin ist ein Mann in Hamburg zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt sprach den Angeklagten nach Angaben einer Sprecherin am Donnerstag außerdem wegen weiterer Schüsse auf den Bruder des Getöteten schuldig. Dieser war bei der Tat Ende Oktober 2024 schwer verletzt worden.

Textgröße ändern:

Das Urteil erging wegen Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Waffenrechtsverstößen. Hintergrund der Schüsse war laut Gericht ein Streit um ungeklärte Geldschulden. Die Staatsanwaltschaft hatte den Fall ursprünglich als Mord angeklagt, ging nach der Beweisaufnahme aber ebenfalls von einem Totschlag aus und plädierte auf zehneinhalb Jahre Haft. Die Verteidigung wollte einen Freispruch erreichen.

Die Verteidigung des zum Verhandlungsauftakt im Februar 38 Jahre alten Angeklagten ging von Notwehr aus. Demnach soll ihr Mandant nur zur Verteidigung geschossen haben, nachdem er seinerseits von seinem Cousin und dessen Bruder mit Messern attackiert wurde. Dem folgte das Gericht jedoch nicht. Zwar habe es die Messerangriffe gegeben, diese seien aber bereits Folge der Bedrohung durch den Angeklagten gewesen.

Laut Gericht ereignete sich die Tat in einem sozial prekären Milieu in einer Wohnung im Stadtteil Billstedt, die Lebenswelt des Beteiligten war demnach unter anderem von Drogenkonsum, illegalen Aufenthalten sowie unklaren Wohn- und Arbeitsverhältnissen geprägt. Der als Zeuge geladene Überlebende etwa erschien nicht vor Gericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rechtsmittel dagegen sind für den Verurteilten möglich.

T.Wright--EWJ

Empfohlen

Hinweis auf geplanten Gefangenenaufstand: Durchsuchung in JVA Siegburg

Nach einem Hinweis auf einen möglichen gewaltsamen Aufstand von Gefangenen ist die Justizvollzugsanstalt in Siegburg in Nordrhein-Westfalen durchsucht worden. Rund 100 Polizeikräfte unterstützten die Maßnahmen am Dienstag, wie ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf am Mittwoch mitteilte. Auslöser für den Großeinsatz war demnach die Aussage eines Gefangenen, wonach Inhaftierte einen Aufstand geplant hätten und dabei auch Waffen einsetzen wollten.

Nach Geisterfahrer-Unfall in Hessen: Zwölfjährige stirbt an Verletzungen

Nach einem Geisterfahrer-Unfall auf der Autobahn 45 in Hessen ist eines der drei lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Die Zwölfjährige starb am Dienstag an ihren Verletzungen, wie ein Polizeisprecher in Gießen am Mittwoch sagte. Bei dem Unfall in der Nacht zum Sonntag nahe Florstadt waren die Autos einer 34-jährigen Falschfahrerin und eines 70-Jährigen frontal zusammengestoßen. Beide kamen durch den Unfall ums Leben.

Verheerender Waldbrand im Süden Frankreichs unter Kontrolle

Die französische Feuerwehr hat am Mittwoch einen verheerenden Waldbrand im Süden des Landes unter Kontrolle gebracht. "Momentan ist das Feuer auf seinen bisherigen Bereich begrenzt, das heißt, es breitet sich kaum noch aus", erklärte der örtliche Feuerwehrchef Eric Grohin zu dem Brand, der am Dienstag in der Nähe von Cotignac nordöstlich von Marseille ausgebrochen war und hunderte Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen hatte.

78-Jähriger tot in Dortmunder Wohnhaus entdeckt - Verdächtiger festgenommen

Ein 78 Jahre alter Mann ist in Dortmund tot in seinem Wohnhaus entdeckt worden. Der Leichnam wies eindeutige Anzeichen eines Gewaltverbrechens auf, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt am späten Dienstag mitteilten. Ein 41-Jähriger stellte sich noch am selben Tag bei der Polizei und gestand die Tat.

Textgröße ändern: