English Woman's Journal - Zoll entdeckt in Wilhelmshaven acht Tonnen Kokain in Wert von 500 Millionen Euro

Zoll entdeckt in Wilhelmshaven acht Tonnen Kokain in Wert von 500 Millionen Euro


Zoll entdeckt in Wilhelmshaven acht Tonnen Kokain in Wert von 500 Millionen Euro
Zoll entdeckt in Wilhelmshaven acht Tonnen Kokain in Wert von 500 Millionen Euro / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP/Archiv

Rund acht Tonnen Kokain hat der Zoll im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven entdeckt. Es handelt sich um einen der größten Einzelfunde von Kokain in Deutschland der vergangenen Jahre, wie die Generalzolldirektion in Bonn und die Staatsanwaltschaft Aurich am Mittwoch mitteilten. Die Drogen mit einem Marktwert von mehr als500 Millionen Eurowurden demnach im Februar in einem aus Westafrika stammenden Seecontainer gefunden.

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Der Container habe laut Frachtpapieren Kakaobohnen für einen Weitertransport nach Spanien enthalten sollen, hieß es weiter. Beim Röntgen des Containers seien Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Bei einer anschließenden Kontrolle durch das Hauptzollamt Oldenburg seien am 9. Februar rund 400 mit schwarzer Folie umwickelte Pakete mit insgesamt etwa acht Tonnen Kokain gefunden worden.

In jedem der Pakete befanden sich den Angaben zufolge rund 20 hartgepresste Kokainblöcke. Die Täter hätten die Drogenpakete zudem mit GPS-Sendern versehen, um den Standort der Fracht jederzeit nachvollziehen zu können.

Vor dem Weitertransport des Containers nach Spanien sei das Kokain "unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen" vernichtet worden, erklärte Oberstaatsanwalt Jan Wilken von der Staatsanwaltschaft Aurich. "Wir nehmen so den Kriminellen die Möglichkeit, sich gewaltsam das beschlagnahmte Kokain zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuholen", fügte er hinzu.

Bei der Übergabe des Containers konnten im Mai in enger Zusammenarbeit mit den spanischen Behörden zwei mutmaßliche Drahtzieher festgenommen werden. Die Festnahmen erfolgten in der andalusischen Provinz Almería. Sie stehen im Verdacht, den Schmuggel der acht Tonnen Kokain nach Europa organisiert zu haben. Beide wurden in Untersuchungshaft genommen. Ihnen drohen in Spanien mehrjährige Haftstrafen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach von einem "harten Schlag gegen den internationalen Drogenhandel". Der Zoll habe zusammen mit seinen internationalen Partnern "wieder einmal unter Beweis gestellt, wie wachsam und schlagkräftig er ist", erklärte Klingbeil laut Mitteilung seines Ministeriums.

Seit Jahren wird immer mehr Kokain nach Europa geschmuggelt. Im Februar 2021 hatten Ermittler im Hamburger Hafen rund 16 Tonnen Kokain in mehreren Containern entdeckt. Es handelte sich nach damaligen Angaben um den größten Einzelfund in Deutschland.

Ch.McDonald--EWJ

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