English Woman's Journal - Ukrainer in Brandenburg wegen Spionageverdachts für Russland festgenommen

Ukrainer in Brandenburg wegen Spionageverdachts für Russland festgenommen


Ukrainer in Brandenburg wegen Spionageverdachts für Russland festgenommen
Ukrainer in Brandenburg wegen Spionageverdachts für Russland festgenommen / Foto: Gregor Fischer - AFP/Archiv

Er soll für einen russischen Geheimdienst in Deutschland militärisch relevante Informationen gesammelt haben: Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag in Brandenburg den ukrainischen Staatsbürger Vadym Y. als mutmaßlichen Spion festnehmen lassen. Der Karlsruher Behörde zufolge soll er unter anderem Erkenntnisse über die Produktion von Panzern, Munition und Sprengstoffen zusammengetragen haben.

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Interessiert haben sollen ihn außerdem Informationen über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der Nato-Ostflanke. Nähere Einzelheiten zu diesen Vorwürfen veröffentlichte die Bundesanwaltschaft nicht.

Die Nato-Ostflanke ist die Grenze des Bündnisgebiets zu Russland und Belarus. Auch die Bundeswehr trägt zu ihrem Schutz bei. So sind deutsche Soldatinnen und Soldaten in Litauen im Einsatz, wo die sogenannte Litauen-Brigade bis Ende 2027 einsatzbereit sein soll.

Im Sommer übernahm das Deutsch-Niederländische Korps in Münster als taktisches Hauptquartier eine Führungsrolle in der Nato-Verteidigungsplanung für Estland und Lettland. Es soll Nato-Truppenteile und nationale Landstreitkräfte führen, die in den beiden baltischen Staaten stationiert sind.

Der nun gefasste mutmaßliche Spion soll der Bundesanwaltschaft zufolge spätestens seit Juli 2025 über einen Mittelsmann in Kontakt mit einem russischen Geheimdienst gestanden haben. Einige der von ihm gesammelten Informationen seien öffentlich zugänglich gewesen, für andere habe Y. gezielt Kontakte zu Menschen aus der europäischen Rüstungsbranche genutzt und diese "abgeschöpft".

Festgenommen wurde er nun im Landkreis Oder-Spree von Beamten des Bundeskriminalamts. Er sollte am Freitag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt ihn der geheimdienstlichen Agententätigkeit. Der Verfassungsschutz wurde ursprünglich auf den Mann aufmerksam.

In den vergangenen Monaten wurden immer wieder Verdächtige festgenommen, die für Russland spioniert haben sollen. Im September klagte die Bundesanwaltschaft etwa die Deutsch-Ukrainerin Ilona W. an. Sie soll geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft gehabt haben. W. betrieb der Anklage zufolge in Berlin eine Marketingagentur und war zudem Vorsitzende eines Lobbyvereins. Dadurch sei sie weitreichend auch in militärischen und politischen Kreisen vernetzt gewesen.

Im April flog in Berlin ein Kasache auf, der einem russischen Geheimdienst Informationen über die deutsche Rüstungsindustrie übermittelt haben soll - vor allem zu Unternehmen, die Drohnen und Roboter entwickeln. Im März wurde in Nordrhein-Westfalen eine Rumänin festgenommen, die zusammen mit einem ukrainischen Komplizen in russischem Auftrag in Deutschland einen Unternehmer ausgespäht haben soll. Der mutmaßliche Komplize hatte sich nach Spanien abgesetzt und wurde dort gefasst.

R.Sutherland--EWJ

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In Brandenburg ist am Donnerstag ein mutmaßlicher Russland-Spion festgenommen worden, der militärisch relevante Informationen gesammelt haben soll. Der ukrainische Staatsbürger Vadym Y. soll etwa Erkenntnisse über die Produktion von Panzerfahrzeugen, Munition und Explosivstoffen zusammengetragen haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Außerdem habe er Informationen über Personal und militärische Anlagen an Standorten zur Sicherung der Nato-Ostflanke gesammelt.

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