English Woman's Journal - Eintritt für Besichtigung von Kölner Dom kostet ab Juli zwölf Euro

Eintritt für Besichtigung von Kölner Dom kostet ab Juli zwölf Euro


Eintritt für Besichtigung von Kölner Dom kostet ab Juli zwölf Euro
Eintritt für Besichtigung von Kölner Dom kostet ab Juli zwölf Euro / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Für den Besuch des Kölner Doms wird ab Juli eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro fällig. Der touristische Zugang zum Innenraum des Doms sei künftig nur noch mit Ticket möglich, teilte das Domkapitel in Köln am Dienstag mit. Hintergrund sind demnach gestiegene Erhaltungskosten für den Dom. Zum Besuch von Gottesdiensten bleibe der Eintritt weiterhin frei.

Textgröße ändern:

Domrendant Clemens van de Ven erklärte, die neue Besichtigungsgebühr diene "nicht dem Profit, sondern dem existenziellen Erhalt der Kathedrale". Das Domkapitel stehe vor der Aufgabe, die laufenden Kosten für Erhalt und Betrieb der Kathedrale zu decken und zugleich Vorsorge für künftige Anforderungen zu treffen sowie Rücklagen aufzubauen.

Dompropst Guido Assmann hatte den Schritt im März mit den stetig gestiegenen Kosten für den Unterhalt des Kölner Doms begründet. Für dieses Jahr würden Ausgaben in Höhe von 16 Millionen Euro erwartet. Die Rücklagen seien mittlerweile aufgebraucht.

Eine ermäßigte Gebühr von sechs Euro soll unter anderem für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende oder Studierende gelten. Kinder bis einschließlich 13 Jahren haben weiterhin freien Eintritt.

Auch Menschen mit Schwerbehinderung samt Begleitung bleiben von der Gebühr befreit. Zudem sind einzelne kostenfreie Besuchszeiten etwa an kirchlichen Feiertagen und ausgewählten Aktionstagen vorgesehen - unter anderem am 1. Mai und am 3. Oktober.

Den Kölner Dom besuchen jährlich etwa sechs Millionen Menschen. Er zählt zu den weltweit bekanntesten katholischen Kirchen, dort werden die Reliquien der heiligen drei Könige verehrt.

In Deutschland sind Eintrittsgebühren für die touristische Besichtigung von Kirchen weiterhin die Ausnahme. Erhoben werden sie etwa im protestantischen Berliner Dom in der Bundeshauptstadt - hier sind es 15 Euro - und in einigen kleineren Kirchen.

K.R.Jones--EWJ

Empfohlen

Missbrauchsverdacht gegen führenden Buddhisten aus Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist ein ehemals führender Vertreter eines buddhistischen Klosters wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Vergewaltigung festgenommen worden. Dem 59 Jahre alten Mann werden mehr als hundert Fälle vorgeworfen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Kaiserslautern mitteilten. Er sei in einem Hotel in Kaiserslautern gefasst worden, wo er sich versteckt gehalten habe.

Sexualstrafrecht: Hubig will "Ja heißt Ja"-Regelung

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich im Sexualstrafrecht für eine Einführung des Konsensprinzips nach dem Motto "Nur Ja heißt Ja" ein. "Ich persönlich bin dafür, dass wir diesen konsequenten Schritt zu 'Ja heißt Ja' im Strafrecht in Deutschland gehen", sagte Hubig am Freitag in Luxemburg. Sie wolle nun in der Koalition mit der Union über einen solchen Schritt beraten.

Nach Fund von Mädchenleiche in Frankreich: Regierung prüft mögliche Justizpannen

Nach dem Fund einer vermutlich ermordeten Elfjährigen in Frankreich prüft die Regierung mögliche Justizpannen. Premierminister Sébastien Lecornu berief die Innen- und Justizminister am Freitag zu einer Sitzung ein. Der Fall löste in Frankreich Entsetzen und Empörung aus: Der Verdächtige war in der Vergangenheit mehrfach wegen Vergewaltigung Minderjähriger angezeigt worden, ohne dass dies juristische Folgen hatte. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft und verweigert die Aussage.

Clankriminalität in Berlin nimmt spürbar zu

Die Clankriminalität in Berlin hat spürbar zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Menschen, die dem Phänomenbereich Clankriminalität zugerechnet werden, um elf Prozent auf 685, teilte die Senatsverwaltung für Inneres am Freitag mit.

Textgröße ändern: