English Woman's Journal - Anschlagsplan gegen Taylor-Swift-Konzert in Wien: 15 Jahre Haft für Angeklagten

Anschlagsplan gegen Taylor-Swift-Konzert in Wien: 15 Jahre Haft für Angeklagten


Anschlagsplan gegen Taylor-Swift-Konzert in Wien: 15 Jahre Haft für Angeklagten
Anschlagsplan gegen Taylor-Swift-Konzert in Wien: 15 Jahre Haft für Angeklagten / Foto: Joe Klamar - AFP

Im Prozess um einen geplanten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien ist der Angeklagte zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Die Geschworenen sprachen den 21-jährigen Österreicher am Donnerstagabend in allen Anklagepunkten für schuldig. Ein weiterer Angeklagter wurde wegen Bildung einer Verschwörung im Namen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

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Neben dem Anschlagsversuch auf das Swift-Konzert wurde der Hauptangeklagte Beran A. ebenfalls der Bildung einer IS-Terrorzelle und der Verschwörung zum Mordversuch schuldig gesprochen. Während des Prozesses vor dem Landesgericht Wiener Neustadt in der Nähe der österreichischen Hauptstadt hatte er berichtet, wie er Instruktionen von der IS-Miliz erhalten habe, der er seit 2023 angehört habe. Zudem schilderte er, wie er vergeblich versucht habe, eine Bombe zu bauen.

Zu den drei Auftritten von Taylor Swift im Rahmen ihrer "Eras"-Welttournee waren im August 2024 im Wiener Ernst-Happel-Stadion mehr als 170.000 Zuschauer erwartet worden. Nachdem die österreichischen Behörden mit Hilfe von US-Geheimdiensten die Anschlagspläne aufgedeckt hatten, wurden die Konzerte abgesagt. Beran A. wurde einen Tag vor dem geplanten Anschlag festgenommen.

Swift hatte die Absage ihrer Konzerte später als "niederschmetternd" bezeichnet. "Der Grund für die Absagen erfüllte mich mit einem neuen Gefühl der Angst und enormen Schuldgefühlen, weil so viele geplant hatten, zu diesen Shows zu kommen", schrieb die Sängerin auf Instagram.

In Berlin war im August vergangenen Jahres ein zur Tatzeit 14-jähriger Syrer wegen der Beteiligung an dem Anschlagsplan zu einer anderthalbjährigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Mit Beran A. stand der ebenfalls 21 Jahre alte Arda K. vor Gericht, der zu zwölf Jahren Haft verurteilt wurde. Laut Staatsanwaltschaft hatten die beiden mit einem dritten Österreicher, dem in Saudi-Arabien inhaftierten Hasan E., eine "hochgefährliche IS-Terrorzelle" gebildet und planten bereits Ende 2023 zeitgleiche Anschläge in Mekka, Istanbul und Dubai im Namen der Dschihadistenmiliz. Demnach wollten sie am 11. März 2024 zeitgleich Polizisten oder Sicherheitsleute angreifen.

Beran A. sagte vor Gericht aus, er sei nach Dubai gereist und habe zwei Messer gekauft mit dem Ziel, Sicherheitskräfte anzugreifen. Im entscheidenden Moment habe ihn jedoch "Panik" gepackt und er habe seinen Plan aufgegeben. Der 21-Jährige sagte, er sei überzeugt gewesen, "den Dschihad machen" zu müssen, aber er habe "Angst" gehabt, "zu sterben".

Während Beran A. und Arda K. unverrichteter Dinge aus Dubai und Istanbul zurückkehrten, stach Hasan E. vor der Al-Haram-Moschee in Mekka einem Sicherheitsbeamten ein Messer in den Hals und verletzte vier weitere Menschen, ehe er überwältigt und inhaftiert wurde. Er sitzt in Saudi-Arabien im Gefängnis.

B.Mclean--EWJ

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