English Woman's Journal - Prozess um 23 Jahre zurückliegenden Mordfall: Lebenslange Haft in Paderborn

Prozess um 23 Jahre zurückliegenden Mordfall: Lebenslange Haft in Paderborn


Prozess um 23 Jahre zurückliegenden Mordfall: Lebenslange Haft in Paderborn

Im Prozess um einen rund 23 Jahre zurückliegenden Mordfall ist ein inzwischen 57 Jahre alter Mann vom Landgericht Paderborn zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte wurde wegen Mordes aus Habgier schuldig gesprochen, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch in der nordrhein-westfälischen Stadt sagte. Er soll 2003 in Bad Driburg seinen 29-jährigen Nachbarn getötet haben, um dessen Bargeld sowie weitere Wertgegenstände zu stehlen.

Textgröße ändern:

Der 29-jährige Kellner war am 12. November 2003 tot in seiner Wohnung gefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass der Mann erdrosselt wurde. Die damaligen Ermittlungen blieben trotz zahlreicher Hinweise und Spurenauswertungen ohne Erfolg.

Erst im vergangenen Jahr kam die Polizei in Bielefeld durch eine DNA-Reihenuntersuchung auf die Spur des 57-Jährigen. Den Ermittlern gelang es mit neuen wissenschaftlichen Standards, eine neue am Leichnam entdeckte DNA-Spur zu identifizieren. Diese führte bei der Reihenuntersuchung zum Treffer.

In der Anklage wurde dem 57-Jährigen zunächst vorgeworfen, den Mord an dem homosexuellen 29-Jährigen neben Habgier auch aus Hass auf Schwule begangen zu haben. Während des Gerichtsverfahrens ergaben Zeugenvernehmungen aus dem sozialen Umfeld des Angeklagten jedoch keine Anhaltspunkte für eine homophobe Gesinnung.

Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet

Die meisten Besucher dürften sich für den Balkon interessieren: Neun Monate nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre hat die betroffene Apollo-Galerie wieder geöffnet - allerdings ohne jedes Ausstellungsobjekt. Die üppig dekorierte Galerie aus dem 17. Jahrhundert solle wieder ihrem ursprünglichen Ziel dienen, nämlich dem einer Wandelhalle, erklärte Museumsdirektor Christophe Leribault.

Orban: Durchsuchung bei Ungarns Ex-Regierungspartei Fidesz "politisch motiviert"

Ungarns ehemaliger Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Partei Fidesz als politisch motiviert kritisiert. "Seit gestern ist mir klar geworden, worum es hier geht", sagte Orban am Mittwoch Journalisten vor der Fidesz-Parteizentrale. Es handle sich um ein "politisch motiviertes rechtliches Verfahren, das darauf abzielt, Fidesz rechtlich handlungsunfähig zu machen".

Böse Überraschung: Einbrecher steht neben Bett von schlafendem 59-Jährigen

Ein schlafender 59-Jähriger ist in Viersen in Nordrhein-Westfalen von einem neben seinem Bett stehenden Einbrecher überrascht worden. Der Mann habe den Eindringling nach den Wachwerden im ersten Moment für seine Ehefrau gehalten und entsprechend angesprochen, teilte die örtliche Polizei nach dem Vorfall in der Nacht zum Mittwoch mit. Der Täter sei daraufhin geflüchtet.

Zwei Straßenbahnen stoßen in Rotterdam zusammen: 15 Verletzte

In der niederländischen Hafenstadt Rotterdam sind am Mittwoch auf der Erasmus-Brücke zwei Straßenbahnen zusammengestoßen. Dabei wurden nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen verletzt, einer von ihnen wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Textgröße ändern: