English Woman's Journal - Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern

Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern


Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern
Hantavirus: Argentinien entsendet Experten nach Ushuaia zur Untersuchung von Nagern / Foto: MIGUEL MEDINA - AFP/Archiv

Die argentinischen Behörden haben angesichts des tödlichen Hantavirus-Ausbruchs auf einem von Argentinien ausgelaufenen Kreuzfahrtschiffs die Entsendung von Experten nach Ushuaia im Süden des Landes zur Untersuchung von Nagetieren angekündigt. Die Experten für Infektionskrankheiten des Malbrán-Instituts in Buenos Aires würden dort nach einer "möglichen Präsenz des Virus" suchen, teilte das argentinischen Gesundheitsministerium am Mittwoch (Ortszeit) mit. Sie würden dabei in Gebiete reisen, die zuvor von den beiden niederländischen Passagieren besucht wurden, die an einer Infektion mit dem Hantavirus gestorben sind.

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Das Ministerium betonte, es sei "nicht bestätigt, dass die Ansteckung in Argentinien stattgefunden hat". Die argentinische Provinz Feuerland im Süden des Landes, in der auch Ushuaia liegt und von wo aus das Kreuzfahrtschiff "Hondius" aufgebrochen war, habe "seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 1996 keinen einzigen Hantavirus-Fall gemeldet".

Zuvor hatte das argentinische Gesundheitsministerium mitgeteilt, das niederländische Ehepaar habe vor ihrer Kreuzfahrt mehrere Länder in Südamerika bereist. Sie waren demnach am 27. November in Argentinien angekommen, reisten anschließend nach Chile und Uruguay weiter und kehrten am 27. März nach Argentinien zurück, um am 1. April an Bord der "Hondius" zu gehen.

Die argentinischen Behörden verzeichnen derzeit nach eigenen Angaben einen Anstieg der Zahl der Hantavirus-Fälle in dem südamerikanischen Land. Das Gesundheitsministerium registrierte demnach im laufenden sogenannten epidemiologischen Jahr 101 Fälle – fast doppelt so viele, wie im Vorjahreszeitraum, als 57 verzeichnet wurden. Der Biologe Raúl González Ittig sagte der Nachrichtenagentur AFP, dies sei nichts Außergewöhnliches, es handele sich um "vereinzelte Fälle".

Das Kreuzfahrtschiff "Hondius" lag seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Insgesamt drei Menschen starben bisher an den Folgen. Am Mittwochabend legte das Schiff ab Richtung Teneriffa auf den Kanarischen Inseln.

L.MacDonald--EWJ

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