English Woman's Journal - New York: Hakenkreuz-Schmierereien an Synagoge und Häusern

New York: Hakenkreuz-Schmierereien an Synagoge und Häusern


New York: Hakenkreuz-Schmierereien an Synagoge und Häusern
New York: Hakenkreuz-Schmierereien an Synagoge und Häusern / Foto: CHARLY TRIBALLEAU - AFP

Unbekannte haben im New Yorker Stadtteil Queens Hakenkreuze und andere antisemitische Graffiti an eine Synagoge und Häuser gesprüht. Die Polizei erklärte am Montag, nach den Tätern werde gesucht. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani äußerte sich in Onlinenetzwerken "entsetzt und wütend" über den Vorfall.

Textgröße ändern:

Mamdani sprach von einer "gezielten antisemitischen Hasstat, die Angst verbreiten soll". Nach Angaben des Bürgermeisters wurde auch eine Gedenkplakette für Überlebende der Reichspogromnacht mit Hakenkreuzen beschmiert. Sie erinnert an den 9. November 1938, als die Nazis in ganz Deutschland tausende jüdische Synagogen, Geschäfte und andere Einrichtungen verwüsten ließen.

Ähnliche Schmierereien waren in New York zuletzt an Spielplätzen, Gotteshäusern und in der U-Bahn aufgetaucht. Im vergangenen Jahr war die Zahl antisemitischer Vorfälle in der Stadt nach Polizeiangaben um mehr als 180 Prozent gestiegen. In der Ostküsten-Metropole leben schätzungsweise rund 1,3 Millionen jüdische Bürgerinnen und Bürger, das ist die größte städtische Gemeinde außerhalb Israels.

Der 34-jährige Mamdani ist seit Januar Bürgermeister der Millionenstadt, er ist der erste Muslim in dem Amt. Einige Juden werfen dem Linkspolitiker vor, er habe den Antisemitismus mit Kritik an Israel im Gazakrieg noch befeuert. Mamdani bekannte sich daraufhin zum Existenzrecht Israels und sagte, es gebe "keinen Platz für Antisemitismus".

N.Steward--EWJ

Empfohlen

EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Die EU hat grünes Licht für die geplante Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance gegeben - allerdings unter Auflagen. Paramount müsse seine Anteile an dem Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgeben, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt.

In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen

Einen Tag nach seiner Festnahme in der Türkei wegen kritischer Kommentare in Onlinediensten ist ein türkischer Journalist der Deutschen Welle Aktivisten zufolge vorerst auf freiem Fuß. Ein Gericht in der Hauptstadt Ankara habe die Freilassung von Alican Uludag bis zum Prozessbeginn angeordnet, teilte die Menschenrechtsorganisation MLSA am Mittwoch mit.

Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet

Die meisten Besucher dürften sich für den Balkon interessieren: Neun Monate nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre hat die betroffene Apollo-Galerie wieder geöffnet - allerdings ohne jedes Ausstellungsobjekt. Die üppig dekorierte Galerie aus dem 17. Jahrhundert solle wieder ihrem ursprünglichen Ziel dienen, nämlich dem einer Wandelhalle, erklärte Museumsdirektor Christophe Leribault.

Orban: Durchsuchung bei Ungarns Ex-Regierungspartei Fidesz "politisch motiviert"

Ungarns ehemaliger Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Partei Fidesz als politisch motiviert kritisiert. "Seit gestern ist mir klar geworden, worum es hier geht", sagte Orban am Mittwoch Journalisten vor der Fidesz-Parteizentrale. Es handle sich um ein "politisch motiviertes rechtliches Verfahren, das darauf abzielt, Fidesz rechtlich handlungsunfähig zu machen".

Textgröße ändern: