English Woman's Journal - Ecstasy in Champagner: Angeklagter in bayerischem Weiden freigesprochen

Ecstasy in Champagner: Angeklagter in bayerischem Weiden freigesprochen


Ecstasy in Champagner: Angeklagter in bayerischem Weiden freigesprochen
Ecstasy in Champagner: Angeklagter in bayerischem Weiden freigesprochen / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Vier Jahre nach einem tödlichen Vorfall mit einer mit Drogen versetzten Champagnerflasche in Bayern ist der wegen der Tat angeklagte Mann freigesprochen worden. Das Landgericht Weiden in der Oberpfalz sah es am Montag nicht als erwiesen an, dass der 46-Jährige damit etwas zu tun hatte.

Textgröße ändern:

Der Niederländer war ursprünglich wegen fahrlässiger Tötung, siebenfacher fahrlässiger Körperverletzung und bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt. Er wurde verdächtigt, zu einer Bande zu gehören, die in den Niederlanden Ecstasy herstellt. Schon vor dem Urteil wurde er Ende Februar aus der Untersuchungshaft entlassen, weil es keinen dringenden Tatverdacht mehr gegen ihn gab.

In Weiden waren im Februar 2022 ein Mann gestorben und sieben weitere Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden, nachdem sie in einem Lokal aus einer Champagnerflasche getrunken hatten. Chemische Untersuchungen ergaben später, dass die Dreiliterflasche hochkonzentriertes Ecstasy enthielt.

Die Ermittler verfolgten den Weg der Champagnerflasche sowie weiterer mit Rauschgift gefüllter Flaschen bis in die Niederlande zurück. Die deutschen Behörden arbeiteten mit niederländischen und polnischen Behörden zusammen. Im November 2023 wurde der Niederländer in den Niederlanden festgenommen. Der Prozess gegen ihn begann im Dezember 2025.

Dem 46-Jährigen konnte aber weder die Mitgliedschaft in einer Bande von Drogenhändlern noch eine Verbindung zu den vergifteten Flaschen nachgewiesen werden. Der Hauptbelastungszeuge sei nicht glaubwürdig gewesen, führte das Gericht aus. Es habe nicht geklärt werden können, von wo die Flasche gestammt habe.

Wegen des mit Drogen versetzten Champagners hatten die Behörden in Deutschland und den Niederlanden damals zu besonderer Vorsicht aufgerufen und gewarnt, das Berühren oder das Trinken des Inhalts der betroffenen Flaschen sei lebensbedrohlich. Die mit der auch als MDMA bekannten Droge gefüllten Dreiliterflaschen waren von außen nicht von mit Champagner gefüllten Flaschen zu unterscheiden. Der Inhalt unterschied sich jedoch in Geruch und Farbe von üblichem Champagner.

L.McKay--EWJ

Empfohlen

EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Die EU hat grünes Licht für die geplante Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance gegeben - allerdings unter Auflagen. Paramount müsse seine Anteile an dem Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgeben, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt.

In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen

Einen Tag nach seiner Festnahme in der Türkei wegen kritischer Kommentare in Onlinediensten ist ein türkischer Journalist der Deutschen Welle Aktivisten zufolge vorerst auf freiem Fuß. Ein Gericht in der Hauptstadt Ankara habe die Freilassung von Alican Uludag bis zum Prozessbeginn angeordnet, teilte die Menschenrechtsorganisation MLSA am Mittwoch mit.

Mit Balkongitter: Von Diebstahl betroffene Apollo-Galerie im Louvre wieder geöffnet

Die meisten Besucher dürften sich für den Balkon interessieren: Neun Monate nach dem spektakulären Juwelen-Diebstahl im Pariser Louvre hat die betroffene Apollo-Galerie wieder geöffnet - allerdings ohne jedes Ausstellungsobjekt. Die üppig dekorierte Galerie aus dem 17. Jahrhundert solle wieder ihrem ursprünglichen Ziel dienen, nämlich dem einer Wandelhalle, erklärte Museumsdirektor Christophe Leribault.

Orban: Durchsuchung bei Ungarns Ex-Regierungspartei Fidesz "politisch motiviert"

Ungarns ehemaliger Ministerpräsident Viktor Orban hat die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Partei Fidesz als politisch motiviert kritisiert. "Seit gestern ist mir klar geworden, worum es hier geht", sagte Orban am Mittwoch Journalisten vor der Fidesz-Parteizentrale. Es handle sich um ein "politisch motiviertes rechtliches Verfahren, das darauf abzielt, Fidesz rechtlich handlungsunfähig zu machen".

Textgröße ändern: