English Woman's Journal - Besuch von Präsident Lula: Deutschland und Brasilien vertiefen Partnerschaft

Besuch von Präsident Lula: Deutschland und Brasilien vertiefen Partnerschaft


Besuch von Präsident Lula: Deutschland und Brasilien vertiefen Partnerschaft
Besuch von Präsident Lula: Deutschland und Brasilien vertiefen Partnerschaft / Foto: Odd ANDERSEN - AFP

Deutschland und Brasilien wollen ihre strategische Partnerschaft vertiefen. Beide Seiten unterzeichneten am Montag in Hannover eine Reihe von Absichtserklärungen in Bereichen wie Rohstoffe, Klimaschutz, Künstliche Intelligenz und Rüstung. Kanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte die Partnerschaft bei einer Pressekonferenz mit Präsident Luiz Inácio Lula da Silva als "stark" und "dynamisch". Sie sei "notwendiger denn je in einer Zeit, in der sich die Weltordnung so grundlegend verändert".

Textgröße ändern:

Die dritten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen fanden im Schloss Herrenhausen in Hannover unter dem Motto "Gemeinsam für inklusives Wachstum, Beschäftigung, Frieden und Sicherheit" statt. Merz bezeichnete es als "gemeinsamen Erfolg unserer Partnerschaft", dass das Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten nun vorläufig in Kraft treten kann. Vereinbart wurde vor diesem Hintergrund laut Merz auch, die Verhandlungen über ein Doppelbesteuerungsabkommen wieder aufzunehmen.

Der Kanzler hob auch die Vorreiterrolle Brasiliens bei der Nutzung von Ethanol als Kraftstoff hervor. Dies zeige, "was möglich ist im Bereich von synthetischen Kraftstoffen - von Kraftstoffen, die auch in Verbrennermotoren CO2-neutral betrieben werden können". Deutschland habe mit Brasilien vereinbart, in diesem Bereich stärker zusammenzuarbeiten. Die deutsche Regierungskonsultation hatte sich vor kurzem darauf verständigt, dass sich Deutschland in der EU für weitere Lockerungen des sogenannten Verbrenner-Aus einsetzen wird.

Beide Seiten hätten auch ihren Einsatz "für eine regelbasierte internationale Ordnung" und eine Reform der Vereinten Nationen bekräftigt, sagte Merz. Er dankte Brasilien für die Unterstützung der Bewerbung Deutschlands um einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Gewalt in Mexiko: Bürgermeister und Journalist erschossen

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewalt in Mexiko sind bei zwei getrennten Taten ein Bürgermeister und ein Journalist getötet worden. Bürgermeister Valentín Lavín sei im Rathaus von Temoac im Bundesstaat Morelos erschossen worden, teilten die Behörden am Mittwoch (Ortszeit) mit. In der nahe der Hauptstadt Mexiko-Stadt gelegenen Region sind mehrere Drogenkartelle aktiv. Lavín gehörte der Partei von Präsidentin Claudia Sheinbaum an. Lokalen Medienberichten zufolge hatte er erst im Januar einen bewaffneten Angriff überlebt.

12.000 Menschen wegen Waldbrands in Touristenregion bei Bordeaux evakuiert

Wegen eines Waldbrands in der Nähe von Bordeaux sind 12.000 Touristen und Einheimische evakuiert worden. Es seien in den frühen Morgenstunden sechs Campingplätze und eine FKK-Anlage im Norden von Cap Ferret geräumt worden, teilten am Donnerstag die Behörden in der bei Touristen im Sommer sehr beliebten Region im Südwesten Frankreichs mit.

EU gibt unter Auflagen grünes Licht für Übernahme von Warner Bros. durch Paramount

Die EU hat grünes Licht für die geplante Übernahme des Film- und Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) durch den Konkurrenten Paramount Skydance gegeben - allerdings unter Auflagen. Paramount müsse seine Anteile an dem Filmvertriebsunternehmen United International Pictures (UIP) aufgeben, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. UIP ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Paramount und Universal, das Filme an Kinobetreiber vertreibt.

In der Türkei festgenommener Deutsche-Welle-Journalist Uludag vorerst freigelassen

Einen Tag nach seiner Festnahme in der Türkei wegen kritischer Kommentare in Onlinediensten ist ein türkischer Journalist der Deutschen Welle Aktivisten zufolge vorerst auf freiem Fuß. Ein Gericht in der Hauptstadt Ankara habe die Freilassung von Alican Uludag bis zum Prozessbeginn angeordnet, teilte die Menschenrechtsorganisation MLSA am Mittwoch mit.

Textgröße ändern: