English Woman's Journal - Britischer Regierungschef "entsetzt" nach Serie "antisemitischer" Brandanschläge in London

Britischer Regierungschef "entsetzt" nach Serie "antisemitischer" Brandanschläge in London


Britischer Regierungschef "entsetzt" nach Serie "antisemitischer" Brandanschläge in London
Britischer Regierungschef "entsetzt" nach Serie "antisemitischer" Brandanschläge in London / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Im Großraum London hat es erneut einen versuchten Brandanschlag auf eine jüdische Einrichtung gegeben. In einem Raum der Kenton Synagoge in Harrow nordwestlich des Zentrums von London verursachte ein Feuer Samstagnacht geringe Schäden, wie die für die Sicherheit jüdischer Einrichtungen zuständige CST am Sonntag mitteilte. Verletzte gab es nicht. Laut Polizei war offenbar eine Flasche mit Brandbeschleuniger durch ein Fenster der Synagoge geworfen worden. Der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich am Sonntag "entsetzt" angesichts der Serie "antisemitischer" Anschläge.

Textgröße ändern:

Erst am Freitagabend hatte es einen Brandanschlag auf Räumlichkeiten in einem von vielen Juden bewohnten Stadtteil von London gegeben. Bei dem Angriff im nordwestlichen Stadtteil Hendon auf Räume, die früher von einer jüdischen Hilfsorganisation genutzt worden waren, wurde niemand verletzt.

Beamte einer Anti-Terror-Einheit nahmen ebenso wie im Fall der Synagoge die Ermittlungen auf, wie die Polizei der britischen Hauptstadt mitteilte. Die Polizei erklärte, noch könne kein Zusammenhang zu ähnlichen Brandanschlägen der vergangenen Wochen hergestellt werden. Es gebe aber "Ähnlichkeiten".

In den vergangenen Wochen hatte es in Großbritannien mehrere Angriffe auf jüdische Einrichtungen gegeben. Erst am Mittwoch wurden nach einem Brandanschlag auf eine Synagoge im nahegelegenen Stadtteil Finchley zwei Verdächtige festgenommen.

Im März war im Londoner Stadtteil Golders Green ein Brandanschlag auf vier Krankenwagen einer jüdischen Hilfsorganisation verübt worden. Die Polizei wertet den Vorfall als antisemitisch motiviertes Verbrechen, drei mutmaßliche Täter wurden festgenommen. Zu der Tat bekannte sich die wenig bekannte islamistische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya (Hayi) mit mutmaßlichen Verbindungen zum Iran.

Starmer erklärte im Onlinedienst X, die Polizeipräsenz werde erhöht und "die Verantwortlichen werden gefunden und vor Gericht gestellt werden". Er zeigte sich "entsetzt angesichts der jüngsten antisemitischen Brandanschlagsversuche im Norden von London". Er fügte hinzu: "Das ist abscheulich und wird nicht toleriert werden. Angriffe auf unsere jüdische Gemeinschaft sind Angriffe auf Großbritannien."

Der britische Oberrabbiner Ephraim Mirvis sprach auf X von einer "Kampagne der Gewalt und Einschüchterung" gegenüber Juden, die sich beschleunige. Zum Glück seien keine Leben zu Schaden gekommen. Doch dürfe nicht gewartet werden, bis das Verständnis entstehe, "wie gefährlich dies für die gesamte Gesellschaft ist".

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen

In Hessen haben Ermittler in einem Haus eine professionelle Plantage mit rund 1100 Cannabispflanzen entdeckt. Ein 34- und ein 48-Jähriger wurden bei der Durchsuchung des Hauses in Spangenberg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizei in Homberg am Dienstag mitteilten. Beide kamen vor einen Haftrichter und anschließend in Untersuchungshaft.

38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen

Bei einer Reizgasattacke an einer Schule in Niedersachsen sind mindestens 38 Schüler leicht verletzt worden. Unbekannte versprühten das Reizgas am Montagmittag innerhalb eines Schulgebäudes in Brake, wie die Polizei in Delmenhorst am Dienstag mitteilte. Die Betroffenen klagten über Reizungen der Atemwege und Augen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich vollständig evakuiert.

Mann erschießt kanadische Touristin in Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko

Ein Mann hat in der Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko eine kanadische Touristin erschossen. Mindestens sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit. Der Angreifer habe sich anschließend das Leben genommen. Unter den Verletzten befindet sich auch ein kolumbianisches Kind. Zuvor war von vier Verletzten die Rede gewesen.

Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Regierung einen "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte vorgeworfen. Verantwortlich für die aktuelle weltweite Menschenrechtskrise seien "Regierungen, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen", erklärte die Organisation anlässlich ihres am Dienstag veröffentlichten Jahresberichts.

Textgröße ändern: