English Woman's Journal - Womöglich zweites Babynahrungs-Glas mit Rattengift in Österreich im Umlauf

Womöglich zweites Babynahrungs-Glas mit Rattengift in Österreich im Umlauf


Womöglich zweites Babynahrungs-Glas mit Rattengift in Österreich im Umlauf
Womöglich zweites Babynahrungs-Glas mit Rattengift in Österreich im Umlauf / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

In Österreich ist möglicherweise ein zweites mit Rattengift versetztes Gläschen mit Babynahrung des Herstellers Hipp im Umlauf. Die Behörden gingen davon aus, "dass zumindest noch ein zweites" manipuliertes Glas verkauft worden sei, sagte Polizeisprecher Helmut Marban am Sonntag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Das Produkt könnte nach seinen Angaben ebenso wie ein am Vortag sichergestelltes Glas Rattengift enthalten. Die österreichischen Behörden nehmen an, dass es sich um einen Erpressungsversuch handelt.

Textgröße ändern:

Hipp hatte am Freitagabend sein gesamtes Sortiment an Babygläschen bei der Supermarktkette Spar zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch "Manipulation" ein "gefährlicher Stoff" in die "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel 190 Gramm" eingebracht worden sei, erklärte das Unternehmen.

Die Landespolizeidirektion Burgenland teilte dann am Samstagabend mit, dass das zuvor sichergestellte Gläschen positiv auf Rattengift getestet worden sei. "Dieses Gläschen war von einem Kunden gemeldet worden, ein Verzehr hat nicht stattgefunden", erklärte die Polizei.

Auch in Deutschland wurde zu den manipulierten Hipp-Gläschen ermittelt. Das Unternehmen gab aber für Deutschland Entwarnung: "Produkte und Vertriebswege in Deutschland oder anderen europäischen Ländern, die nicht Bestandteil der Ermittlungen sind, sind nicht betroffen", erklärte ein Unternehmenssprecher am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP.

Einen Verdächtigen gab es nach Angaben der österreichischen Polizei zunächst nicht. Sie rief die Bevölkerung zu "erhöhter Aufmerksamkeit und rascher Meldung verdächtiger Wahrnehmungen" auf.

Die manipulierten Gläschen wurden den Angaben zufolge mit einem weißem Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden gekennzeichnet. Hinzu komme ein geöffneter oder beschädigter Deckel und ein fehlender Sicherheitsverschluss, wodurch das Knack-Geräusch beim ersten Öffnen fehlt. Zeugen hätten auch von einem "ungewöhnlichen oder verdorbenen Geruch" berichtet.

Bei Auffälligkeiten sollten die Gläschen nicht geöffnet und keinesfalls einem Baby oder Kleinkind zum Verzehr gegeben werden. Die österreichische Gesundheitsagentur Ages appellierte an Eltern, bei auftretenden Blutungen, extremer Schwäche oder Blässe ihres Kindes "unbedingt" die Ärztin oder den Arzt aufzusuchen.

K.Marshall--EWJ

Empfohlen

Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen

In Hessen haben Ermittler in einem Haus eine professionelle Plantage mit rund 1100 Cannabispflanzen entdeckt. Ein 34- und ein 48-Jähriger wurden bei der Durchsuchung des Hauses in Spangenberg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizei in Homberg am Dienstag mitteilten. Beide kamen vor einen Haftrichter und anschließend in Untersuchungshaft.

38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen

Bei einer Reizgasattacke an einer Schule in Niedersachsen sind mindestens 38 Schüler leicht verletzt worden. Unbekannte versprühten das Reizgas am Montagmittag innerhalb eines Schulgebäudes in Brake, wie die Polizei in Delmenhorst am Dienstag mitteilte. Die Betroffenen klagten über Reizungen der Atemwege und Augen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich vollständig evakuiert.

Mann erschießt kanadische Touristin in Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko

Ein Mann hat in der Ruinenstadt Teotihuacán in Mexiko eine kanadische Touristin erschossen. Mindestens sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilten die Behörden am Montag (Ortszeit) mit. Der Angreifer habe sich anschließend das Leben genommen. Unter den Verletzten befindet sich auch ein kolumbianisches Kind. Zuvor war von vier Verletzten die Rede gewesen.

Amnesty wirft US-Regierung "systematischen Angriff" auf Menschenrechte vor

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der US-Regierung einen "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte vorgeworfen. Verantwortlich für die aktuelle weltweite Menschenrechtskrise seien "Regierungen, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen", erklärte die Organisation anlässlich ihres am Dienstag veröffentlichten Jahresberichts.

Textgröße ändern: