English Woman's Journal - Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"

Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"


Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt"
Papst: Künstliche Intelligenz verstärkt "Konflikte, Angst und Gewalt" / Foto: Daniel Beloumou Olomo - AFP

In einer Rede vor Studierenden in Kamerun hat Papst Leo XIV. am Freitag vor einer Verstärkung von "Polarisierung, Konflikten, Angst und Gewalt" durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt. Zugleich kritisierte er die "Zerstörung der Umwelt" durch die Ausbeutung seltener Erden zur Beschleunigung des digitalen Wandels.

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"Die Herausforderung durch diese Systeme ist größer als sie scheint", mahnte der Papst mit Blick auf Künstliche Intelligenz. "Es geht nicht nur um die Nutzung neuer Technologien, sondern um den allmählichen Austausch der Realität durch ihre Simulation", sagte der Pontifex in einer Rede an der Katholischen Universität von Zentralafrika in der Hauptstadt Jaunde.

Auf diese Weise verbreiteten sich "Polarisierung, Konflikte, Angst und Gewalt. Es geht nicht nur um die Gefahr von Irrtümern, sondern um einen grundlegenden Wandel in unserer Beziehung zur Wahrheit", gab der Papst zu bedenken.

"Wenn die Simulation zur Norm" werde, lebten alle "in einer undurchlässigen Blase" und fühlten sich "bedroht durch alles, was anders ist", warnte er.

Die Äußerungen des Papstes erfolgten auch vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an der Nutzung KI-generierter Bilder durch US-Präsident Donald Trump zu politischen Zwecken. Nach scharfer Kritik des Papstes am Iran-Krieg hatte Trump am Sonntag ein mit Hilfe von KI erstelltes Bild veröffentlicht, das ihn als Heiligen zeigt. Die von christlichen Ikonen inspirierte Illustration wurde einen Tag später wieder gelöscht.

An der Universität in Jaunde appellierte der in den USA geborene Papst an die Studierenden, "die Verschiedenheit der Menschen" einer "funktionalen Antwort" von Chatbots vorzuziehen.

Der Papst, der derzeit eine elftägige Afrikareise absolviert, sprach auf Französisch vor Studierenden aus Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik, der Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea und dem Tschad.

F.Stewart--EWJ

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