English Woman's Journal - Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam

Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam


Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam
Schlag gegen weltweite Cyberkriminalität: Auch Deutscher in Gewahrsam / Foto: Andrew CABALLERO-REYNOLDS - AFP/Archiv

Deutschen und internationalen Ermittlern ist erneut ein Schlag gegen die Cyberkriminalität gelungen. Weltweit gingen Srafverfolgungsbehörden gegen IT-Infrastrukturen und Tatverdächtige vor, die für sogenannte Überlastungsangriffe unter anderem auf Unternehmen verantwortlich sein sollen, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilten.

Textgröße ändern:

Es geht um sogenannte DDoS-Attacken. Dabei wird ein IT-System von einer Vielzahl von Stellen aus mit Anfragen überhäuft, so dass es überlastet ist und schlimmstenfalls abstürzt. Webseiten oder -dienste fallen in der Folge aus, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden bei betroffenen Unternehmen und auch zu Ausfällen kritischer Infrastrukturen führen kann. Die Plattformen, die diese Dienstleistung anbieten, werden auch Stresserdienste genannt.

International gab es 16 Durchsuchungen, unter anderem in Polen und Brasilien. In einem bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt geführten Verfahren wird dem Beschuldigten vorgeworfen, zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste - Fluxstress und Netdowner - betrieben zu haben. Der Deutsche befindet sich demnach derzeit in Gewahrsam der thailändischen Behörden.

Gegen ihn liegt in Deutschland ein Haftbefehl wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betreibens einer kriminellen Handelsplattform im Internet vor. Die Dienste wurden den Angaben zufolge unschädlich gemacht, dabei wurden mehr als 40 Server beschlagnahmt.

Darüber hinaus wurden durch die insgesamt 21 beteiligten Länder mehr als 150 Maßnahmen gegen IT-Infrastrukturen vollzogen und zahlreiche weitere kriminelle Plattformen abgeschaltet. Die polnischen Behörden nahmen zudem zwei mutmaßliche Administratoren und einen weiteren Tatverdächtigen fest.

Zu den Motiven der Cyberkriminellen hinter Überlastungsangriffen gehören den Ermittlungsbehörden zufolge Wirtschaftssabotage und das Erzielen finanzieller Gewinne, die Verschleierung anderer Cyberangriffe, aber auch das Verschaffen eigener Wettbewerbsvorteile beim Onlinegaming und politisch-ideologische Motive wie etwa bei Hackergruppierungen.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Tödlicher Angriff in Baden-Württemberg: 36-Jähriger vorläufig in Psychiatrie

Ein 36-Jähriger soll in Baden-Württemberg seine Schwester getötet haben. Der Mann wurde vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht, wie die Polizei Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Freitag mitteilten. Demnach wohnte der Mann mit seiner Schwester in einem Haus in Löchgau. Aus unklarer Ursache soll er sie in der Nacht zum Sonntag angegriffen und schwer verletzt haben.

Geplanter Überfall in Bochum: Brüsseler Gericht verschiebt Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

Im Verfahren gegen den als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara wegen eines geplanten Raubüberfalls in Bochum ist die für Freitag geplante Urteilsverkündung verschoben worden. Das Brüsseler Gericht teilte mit, es werde seine Entscheidung erst am 5. November verkünden. Einen Grund für die Verschiebung nannte der vorsitzende Richter nicht. Die im September abgeschlossene Gerichtsverhandlung war von der wiederholten Diskussion über Verfahrensfragen und Beschwerden der Verteidigung geprägt gewesen.

Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"

In Brüssel wird am Freitag das Urteil gegen den in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannten Kriminellen Antonio Ferrara erwartet (ab 09.00 Uhr). Ferrara wird in diesem Fall konkret vorgeworfen, zusammen mit mehreren Komplizen einen Raubüberfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant zu haben. Die belgische Staatsanwaltschaft fordert 18 Jahre Haft. Der 53-Jährige ist zusammen mit neun weiteren Verdächtigen angeklagt.

Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet

Bei einem schweren Erdbeben in der autonomen Region Tibet in China sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sender CCTV vom Freitag wurden weitere 46 Menschen bei dem Beben der Stärke 7,0 verletzt, mehr als 300 Häuser stürzten ein oder wurden beschädigt. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die Rettungsarbeiten dauerten an, das Ausmaß der Schäden werde weiter ausgewertet.

Textgröße ändern: