English Woman's Journal - Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden


Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden
Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern:

Die Stadt Duisburg verfügte daraufhin seine Ausweisung und drohte die Abschiebung an. Das Gericht bestätigte die Entscheidung nun. Angesichts des "besonders rücksichtslosen Verhaltens" und der schweren Tatfolgen bestehe ein besonders großes öffentliches Interesse, den Mann aus Deutschland fernzuhalten, entschied das Gericht.

Vor allem wegen einer "unzureichenden Aufarbeitung der Tat" gehe von dem Mann auch weiterhin die Gefahr weiterer Straftaten aus. Es bestehe darüber hinaus ein erhebliches öffentliches Interesse daran, andere Ausländer von der Begehung vergleichbarer Taten abzuschrecken.

Zugleich sei davon auszugehen, dass dem Mann eine Eingliederung im Kosovo gelingen werde. Bislang hatte er sich nur zu Urlaubszwecken dort aufgehalten.

Das Urteil fiel Ende März. Es kann Antrag auf Zulassung der Berufung beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster gestellt werden.

Ch.Thomson--EWJ

Empfohlen

Razzia in Bayern: Verdacht auf Steuerbetrug in Millionenhöhe bei Wasserpfeifentabak

Wegen mutmaßlicher Hinterziehung von Tabaksteuer in Millionenhöhe haben Ermittler die Räume eines Unternehmens in Südbayern durchsucht. Drei Tatverdächtige sollen Wasserpfeifentabak aus Dubai importiert und mit Steuerbanderolen für Rauchtabak etikettiert haben, wie das Zollfahndungsamt München am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt mitteilte. Damit wollten sie offenbar die Zusatzsteuer von 23 Euro pro Kilogramm Wasserpfeifentabak umgehen.

Dauerhafte Unterbringung in Psychiatrie nach Totschlag an Stiefvater in Hessen

Nach der Tötung seines Stiefvaters hat das Landgericht im hessischen Kassel für einen 33-Jährigen die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann wurde mit Urteil vom Montag als schuldunfähig eingestuft, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag sagte.

Cannabisplantage mit rund 1100 Pflanzen in Hessen entdeckt - zwei Festnahmen

In Hessen haben Ermittler in einem Haus eine professionelle Plantage mit rund 1100 Cannabispflanzen entdeckt. Ein 34- und ein 48-Jähriger wurden bei der Durchsuchung des Hauses in Spangenberg festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizei in Homberg am Dienstag mitteilten. Beide kamen vor einen Haftrichter und anschließend in Untersuchungshaft.

38 verletzte Schüler bei Reizgasattacke an Schule in Niedersachsen

Bei einer Reizgasattacke an einer Schule in Niedersachsen sind mindestens 38 Schüler leicht verletzt worden. Unbekannte versprühten das Reizgas am Montagmittag innerhalb eines Schulgebäudes in Brake, wie die Polizei in Delmenhorst am Dienstag mitteilte. Die Betroffenen klagten über Reizungen der Atemwege und Augen und wurden vor Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich vollständig evakuiert.

Textgröße ändern: