English Woman's Journal - 59-Jähriger zwei Jahre vermisst: Ermittler finden Leiche und verdächtigen Familie

59-Jähriger zwei Jahre vermisst: Ermittler finden Leiche und verdächtigen Familie


59-Jähriger zwei Jahre vermisst: Ermittler finden Leiche und verdächtigen Familie
59-Jähriger zwei Jahre vermisst: Ermittler finden Leiche und verdächtigen Familie / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Zwei Jahre nach dem Verschwinden eines 59-Jährigen haben Ermittler in Niedersachsen dessen Leiche gefunden und stufen den Fall als Verbrechen ein. Ein 30-Jähriger sitze wegen Mordes in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Aurich mit. Auch gegen die 60-jährige Mutter und den 34-jährigen Bruder des Verdächtigen werde ermittelt. Diese wurden ebenfalls festgenommen, kamen später allerdings wieder auf freien Fuß.

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Nach Ermittlerangaben ist im dem Fall bereits seit September des vergangenen Jahres eine Mordkommission tätig, deren intensive Ermittlungen in der vergangenen Woche in umfangreichen Suchaktionen auf vier Grundstücken in der Gemeinde Holtgast im Landkreis Wittmund nahe der Nordseeküste mündeten. Auf einem der Grundstücke wurde die Leiche des vermissten 59-Jährigen entdeckt, er starb demnach durch "massive Gewalteinwirkung".

Der Tote war den Ermittlern zufolge Anfang Februar 2024 von Angehörigen als vermisst gemeldet worden. Er stammt demnach aus dem Sauerland in Nordrhein-Westfalen, lebte zum damaligen Zeitpunkt aber schon bei seiner Familie in Belarus. Von dort war der 59-Jährige zu einer Reise nach Niedersachsen aufgebrochen, von der er nicht wie geplant zurückkam.

Die verdächtige Familie und der Mann kannten sich den Angaben zufolge aus früheren Zeiten im Sauerland, der Getötete war demnach Betreuer des 34-jährigen Sohns. Gegen den 59-Jährigen bestand ferner der Verdacht der Veruntreuung im Rahmen des Betreuungsverhältnisses, gegen ihn wurde ermittelt und er war unter anderem zur Festnahme ausgeschrieben worden.

Nähere Angaben zum mutmaßlichen Tatgeschehen machten die Ermittler am Dienstag nicht. Die Angehörigen des Getöteten seien über die Ostertage über die "traurige Gewissheit" informiert worden. Ermittlungen liefen.

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft konnte nach dem Verschwinden des Manns vor zwei Jahren zunächst nicht ermittelt werden, was mit diesem geschah. Später hätten sich "Zweifel an den Darstellungen" der nunmehr tatverdächtigen Familie zum Verbleib des Vermissten ergeben, hieß es.

Nachdem sich die Verdachtsmomente vedichtet hatten, erließ ein Richter Durchsuchungsbeschlüsse für vier Grundstücke, die in der vergangenen Woche unter die Lupe genommen worden. Dabei waren unter anderem auch Leichenspürhunde und eine auf Bodenuntersuchungen spezialisierte Einheit der niederländischen Polizei im Einsatz. Dabei stießen sie im Holtgaster Ortsteil Fulkrum auf eine Leiche. Rechtsmedizinische Untersuchungen bestätigten später, dass es sich um den vermissten 59-Jährigen handelt.

Bei weiteren Durchsuchungen wurden den Ermittlern zufolge in Holtgast ferner "diverse Spurenträger und Gegenstände" beschlagnahmt, die weiter ausgewertet werden. Die verdächtige Mutter und ihr 34-jähriger Sohn wurden am Donnerstagabend wieder entlassen, während der 30-jährige zweite Sohn auf richterliche Anordnung in Untersuchungshaft kam.

S.Smith--EWJ

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