English Woman's Journal - Explosion im ICE: Ermittler prüfen politische Motiv und psychische Erkrankung

Explosion im ICE: Ermittler prüfen politische Motiv und psychische Erkrankung


Explosion im ICE: Ermittler prüfen politische Motiv und psychische Erkrankung
Explosion im ICE: Ermittler prüfen politische Motiv und psychische Erkrankung / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Nach einem Angriff eines 20-Jährigen mit Sprengvorrichtungen in einem ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt am Main ist der Tatverdächtige wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes in Untersuchungshaft gekommen. Eine politische Motivation des Tatverdächtigen könne nicht ausgeschlossen werden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und die Polizei am Freitag mit. Es gebe aber auch Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Beschuldigten.

Textgröße ändern:

Ein Ermittlungsrichter in Aachen erließ auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und der Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Der 20-Jährige sollte noch am Freitag in eine Justizvollzugsanstalt gebracht werden. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der Festgenommene als Rechtsextremer polizeibekannt ist, bestätigten die Ermittler zunächst nicht.

Der mit Messern bewaffnete 20-Jährige soll am Donnerstag Explosionen in dem Zug ausgelöst haben. Die Polizei sprach von zwei nicht näher bestimmten pyrotechnischen Gegenständen, die Generalstaatsanwaltschaft von zwei Sprengvorrichtungen. Weitere Details zu den Sprengsätzen wurden zunächst nicht benannt. Die Auswertungen der am Tatort gesicherten Spuren sowie die Prüfung des genauen Geschehensablaufs und die Untersuchung der Sprengsätze dauerten an.

Bei der Attacke wurden mindestens zwölf Menschen leicht verletzt. Ein Verletzter kam kurzzeitig zur Behandlung ins Krankenhaus, konnte dies aber schnell wieder verlassen.

Das Motiv des 20-Jährigen ist den Ermittlern zufolge Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Neben der politischen Motivation als möglicher Grund würden auch die Erkenntnisse auf eine psychische Erkrankung bei der Bewertung der Hintergründe der Tat mit einbezogen. Medienberichten zufolge drohte der Mann mit einem Anschlag. Nach Angaben der "Bild" sagte er, dass der Menschen töten wolle.

Der mutmaßliche Täter wurde nach Polizeiangaben von anderen Reisenden in einer Zugtoilette eingeschlossen. Beamte der Bundespolizei nahmen den jungen Mann im Bahnhof Siegburg/Bonn fest. Der Zug mit rund 180 Fahrgästen wurde geräumt und ein Teil des Bahnhofsgeländes vorsorglich gesperrt. Die Bundespolizei durchsuchte den ICE nach gefährlichen Gegenständen, wurde jedoch nicht fündig. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten unter anderem eine Maske und zwei Messer.

Die verletzten Fahrgäste wurden in einer nahegelegenen Turnhalle von der Siegburger Feuerwehr versorgt, wie die Polizei mitteilte. Notfallseelsorger standen zur Betreuung bereit. Das Notfallmanagement der Deutschen Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr zur Weiterreise ein.

D.W.Robertson--EWJ

Empfohlen

Geschäftsmann in Bayern getötet: 37-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

In Bayern ist ein 51-jähriger Geschäftsmann getötet worden. Ein 37-Jähriger wurde am Montag unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in München sagten. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten der Beschuldigte und das Opfer eine geschäftliche Beziehung geführt.

Brot für die Welt warnt vor Folgen von Mittelkürzungen für Entwicklungshilfe

Die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt hat die Bundesregierung wegen der Streichung von Mitteln für den Kampf gegen Hunger sowie für humanitäre Hilfe kritisiert. "Dem Anliegen, krisensichere Ernährungssysteme zu schaffen, stehen die aktuellen Kürzungen der Bundesregierung in den Haushalten 2025, 2026 und 2027 diametral entgegen", sagte die Präsidentin der Organisation, Dagmar Pruin, am Donnerstag in Berlin. Sie warnte vor gravierenden Folgen weltweit.

Bremen: Verhinderter Autodieb schläft hinter Steuer von aufgebrochenem Wagen ein

Ein verhinderter Autodieb ist in Bremen hinter dem Steuer eines von ihm aufgebrochenen Wagens eingeschlafen. Der Fahrzeugeigentümer fand den 45-Jährigen zur Mittagszeit auf dem Fahrersitz und rief die Polizei, wie die Beamten in der Hansestadt am Donnerstag mitteilten. Der Verdächtige stand demnach unter Drogen.

74-Jähriger in Sachsen-Anhalt von Zug erfasst und ums Leben gekommen

Ein 74-Jähriger ist in Sachsen-Anhalt von einem durchfahrenden Zug erfasst worden und ums Leben gekommen. Der Mann erlag seinen Verletzungen noch vor Ort, wie die Polizei Dessau-Roßlau am Donnerstag mitteilte. Demnach ereignete sich der Unfall am Mittwochabend auf der Bahnstrecke in Sandersdorf-Brehna.

Textgröße ändern: