English Woman's Journal - "Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel

"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel


"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel
"Wie ein Bergwerk": Spanische Polizei entdeckt Tunnelsystem zum Drogenschmuggel / Foto: Handout - POLICIA NACIONAL/AFP

Die spanische Polizei hat ein ausgeklügeltes unterirdisches Tunnelsystem zum Drogenschmuggel nach Europa entdeckt. Wie das Innenministerium in Madrid am Dienstag mitteilte, verband das aus drei Ebenen bestehende und bis zu 19 Meter unter die Erde reichende Tunnelnetzwerk Marokko mit der spanischen Exklave Ceuta und diente dem illegalen Transport von Haschisch nach Spanien und in weitere europäische Länder. Es handele sich um ein "Labyrinth wie in einem Bergwerk".

Textgröße ändern:

Die Drogen wurden laut Ministerium wie in einer Mine über auf Schienen gesetzte Loren transportiert. Das Tunnelsystem sei hinter einem "riesigen, schallisolierten Kühlraum" versteckt gewesen, fügte das Ministerium an. Über Pumpen und akustische Isolierung wurde demnach sichergestellt, dass die gesamte Anlage von außen nicht bemerkbar gewesen sei.

Das Haschisch sei mittels eines Systems aus Kränen und Flaschenzügen in die Tiefe und wieder nach oben befördert worden. Auf der obersten Ebene habe sich ein Schacht zum Abstieg befunden, auf der zweiten ein Zwischenraum zur Lagerung der Drogenpakete und auf dem untersten Niveau ein gerader Tunnel, der nach Marokko führte.

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, gingen der Entdeckung des Tunnelnetzes mehr als ein Jahr andauernde Ermittlungen der Polizei voraus. Im Zusammenhang mit dem Einsatz wurden demnach bei mehreren Razzien insgesamt 27 Menschen festgenommen und mehr als 17 Tonnen Rauschgift beschlagnahmt. Zudem seien 1,4 Millionen Euro Bargeld und 17 Luxusautos gefunden worden.

Spanien spielt als Umschlagplatz für Drogen eine bedeutende Rolle. Zum einen teilt es als einziger europäischer Staat eine Landgrenze zu Marokko, einem der größten Anbauländer für Cannabis. Zum anderen pflegt Spanien historisch gewachsene Verbindungen zu Ländern in Lateinamerika, in denen große Mengen an Rauschgift hergestellt werden.

P.Smid--EWJ

Empfohlen

Verweste Frauenleiche in Koffer: Zwölf Jahre Haft für Mann in Stuttgart

Weil er eine Frau tötete und ihre in einem Koffer entsorgte, ist ein Mann vom Landgericht Stuttgart zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren verurteilt worden. Das Urteil erging am Donnerstag wegen Totschlags, wie das Gericht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt mitteilte. Der heute 51-Jährige soll sein 39 Jahre altes Opfer in Filderstadt derart verwundet haben, dass es starb.

Geschäftsmann in Bayern getötet: 37-jähriger Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

In Bayern ist ein 51-jähriger Geschäftsmann getötet worden. Ein 37-Jähriger wurde am Montag unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in München sagten. Nach den bisherigen Ermittlungen hatten der Beschuldigte und das Opfer eine geschäftliche Beziehung geführt.

Brot für die Welt warnt vor Folgen von Mittelkürzungen für Entwicklungshilfe

Die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt hat die Bundesregierung wegen der Streichung von Mitteln für den Kampf gegen Hunger sowie für humanitäre Hilfe kritisiert. "Dem Anliegen, krisensichere Ernährungssysteme zu schaffen, stehen die aktuellen Kürzungen der Bundesregierung in den Haushalten 2025, 2026 und 2027 diametral entgegen", sagte die Präsidentin der Organisation, Dagmar Pruin, am Donnerstag in Berlin. Sie warnte vor gravierenden Folgen weltweit.

Bremen: Verhinderter Autodieb schläft hinter Steuer von aufgebrochenem Wagen ein

Ein verhinderter Autodieb ist in Bremen hinter dem Steuer eines von ihm aufgebrochenen Wagens eingeschlafen. Der Fahrzeugeigentümer fand den 45-Jährigen zur Mittagszeit auf dem Fahrersitz und rief die Polizei, wie die Beamten in der Hansestadt am Donnerstag mitteilten. Der Verdächtige stand demnach unter Drogen.

Textgröße ändern: