English Woman's Journal - Sexueller Missbrauch: Bill Cosby muss Frau Millionen-Entschädigung zahlen

Sexueller Missbrauch: Bill Cosby muss Frau Millionen-Entschädigung zahlen


Sexueller Missbrauch: Bill Cosby muss Frau Millionen-Entschädigung zahlen
Sexueller Missbrauch: Bill Cosby muss Frau Millionen-Entschädigung zahlen / Foto: EDUARDO MUNOZ ALVAREZ - AFP/Archiv

Der frühere US-Fernsehstar Bill Cosby muss einer Frau mehr als 19 Millionen Dollar (rund 16,4 Millionen Euro) Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs zahlen. Dazu verurteilte ein Geschworenengericht den 88-Jährigen am Montag in einem Zivilprozess im kalifornischen Santa Monica. Die Klägerin, die 84-jährige Donna Motsinger, hatte Cosby vorgeworfen, sie vor mehr als 50 Jahren unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Textgröße ändern:

Nach Motsingers Angaben nahm Cosby sie ins Visier, als sie als Kellnerin in einem Restaurant in Sausalito nördlich von San Francisco arbeitete. Im Jahr 1972 habe er sie mit seiner Limousine abgeholt und ihr ein Glas Wein und eine vermeintliche Aspirin-Tablette gegeben. Danach habe sie immer wieder das Bewusstsein verloren und sei zu Hause in ihrer Unterwäsche aufgewacht. "Sie wusste, dass sie von Bill Cosby betäubt und vergewaltigt worden war", hieß es in der Klageschrift.

Cosbys Anwälte gaben an, der 88-Jährige könne sich an keinen sexuellen Kontakt zu Motsinger erinnern. Falls es doch zu Sex gekommen sei, sei dieser einvernehmlich gewesen.

Der Fall wurde in demselben Gerichtsgebäude verhandelt, in dem eine Jury Cosby 2022 dazu verurteilt hatte, einer anderen Frau 500.000 US-Dollar Schadensersatz zu zahlen. Die Geschworenen hielten es für erwiesen, dass der Schauspieler die Klägerin 1975 missbraucht hatte, als sie erst 16 Jahre alt war.

Cosby wurde in den USA jahrzehntelang als "America's Dad" verehrt. In der Rolle als liebenswürdiger Arzt und gutmütiger Familienvater in der "Bill Cosby Show" war er einer der beliebtesten TV-Stars des Landes. Durch die Missbrauchsvorwürfe Dutzender Frauen wurde er dann jedoch zum Geächteten.

L.Scott--EWJ

Empfohlen

Messerangriff in Bank in Bayern: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt

Bei einem Messerangriff in einer Bankfiliale im bayerischen Regensburg ist am Donnerstag ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter befinde sich noch im Bankgebäude, teilte die örtliche Polizei mit. Dort sollten nach bisherigen Erkenntnissen weitere Menschen sein.

Ermittlungen laufen: "Maddie"-Verdächtiger soll Polizisten in Kiel attackiert haben

Die Polizei Kiel ermittelt nach einem mutmaßlichen körperlichen Angriff auf Beamte gegen den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine "Maddie" McCann. Christian B. soll im Rahmen einer "Einsatzabarbeitung" einen Polizisten verletzt haben, wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Fast vier Jahre Haft wegen Betrugs in Zusammenhang mit Millionenschaden in Bayern

Das Landgericht im bayerischen Bamberg hat einen 37-Jährigen wegen gewerbs- und bandenmäßigen Anlagebetrugs im Zusammenhang mit einem Millionenschaden zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Er soll zudem rund 65.000 Euro an Taterträgen zurückzahlen, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

Mann stirbt nach Einsatz in Düsseldorf: Ermittlungen gegen Beamte und Rettungskräfte

Ein 37-Jähriger ist nach einem Polizeieinsatz in Düsseldorf in einem Krankenhaus gestorben. Die Todesursache ist laut vorläufigem Ergebnis der Obduktion Sauerstoffmangel, wie die Polizei in Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Duisburg am Donnerstag mitteilten. Zudem gebe es Anhaltspunkte für eine Vergiftung. Der Mann hatte zuvor in einer Wohnung randaliert und herumgeschrien, weshalb er von Einsatzkräften gefesselt wurde.

Textgröße ändern: