English Woman's Journal - Bayern: Lange Haft nach versuchter Tötung von dreijähriger Tochter mit Mäusegift

Bayern: Lange Haft nach versuchter Tötung von dreijähriger Tochter mit Mäusegift


Bayern: Lange Haft nach versuchter Tötung von dreijähriger Tochter mit Mäusegift
Bayern: Lange Haft nach versuchter Tötung von dreijähriger Tochter mit Mäusegift / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Wegen der versuchten Tötung seiner dreijährigen Tochter mit Mäusegift ist ein Mann in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Landshut sprach den 28-Jährigen am Mittwoch des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte.

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Laut Anklage hatte der Mann das Mädchen töten wollen, um sich die Unterhaltszahlungen an die Mutter des Kinds zu sparen. Deshalb bastelte er im Dezember 2024 aus Frischhaltefolie eine Plombe mit einem Gramm Mäusegift und steckte sie der Dreijährigen in den Mund, die sie daraufhin schluckte. Kurz darauf soll er das Kind der Mutter übergeben haben, um den Anschein zu erwecken, dass sie für die Tat verantwortlich sei.

In der Wohnung der Mutter erbrach das Kind laut Anklage die Plombe, so dass das Gift nicht die vom Vater erhoffte Wirkung entfalten konnte. Rettungskräfte und Polizeibeamte fanden laut Staatsanwaltschaft das Erbrochene samt Plombe auf dem Sofa der Mutter.

Der Vater bestritt die Tat. Er wurde im Februar 2025 zunächst festgenommen, einen Tag später aber wieder entlassen. Seit Mai 2025 saß er in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft beantragte im Prozess eine Freiheitsstrafe von neun Jahren und den Vorbehalt der Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

M.Stevenson--EWJ

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