English Woman's Journal - Weltweite Ermittlungen: Gestohlene Geräte aus Görlitzer Klinik nach zehn Jahren zurück

Weltweite Ermittlungen: Gestohlene Geräte aus Görlitzer Klinik nach zehn Jahren zurück


Weltweite Ermittlungen: Gestohlene Geräte aus Görlitzer Klinik nach zehn Jahren zurück
Weltweite Ermittlungen: Gestohlene Geräte aus Görlitzer Klinik nach zehn Jahren zurück / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Zehn Jahre nach einem Einbruch in eine sächsische Klinik hat die Polizei nach weltweiten Ermittlungen gestohlene medizinische Instrumente zurückgebracht. Eine Bande aus Kolumbien stahl im Juli 2016 Endoskope im Wert von etwa 400.000 Euro aus einem Krankenhaus in Görlitz, wie die dortigen Ermittler am Mittwoch mitteilten. Nach Ermittlungen und Festnahmen auf mehreren Kontinenten tauchten zwei Geräte wieder auf.

Textgröße ändern:

Endoskope werden zur Untersuchung innerer Organe benutzt. Bei dem Einbruch 2016 handelte es sich der Polizei zufolge um eine "gut geplante Nacht- und Nebelaktion". Die Bande, bestehend aus einer Frau und vier Männern, hatte es demnach bei ihrem Einbruch gezielt auf die teure Medizintechnik abgesehen. Das Diebesgut sei sofort - getarnt als Computertechnik - per Post nach Kolumbien gegangen. Dort sei es aufgearbeitet und über den Schwarzmarkt an Krankenhäuser in Südamerika und in den USA verkauft worden.

Nach dem Einbruch begann eine lange Suche nach den Tätern, die sich über viele Jahre und mehrere Kontinente erstreckte. Die Bande war den Angaben zufolge in ganz Europa aktiv. Die europäische Polizeibehörde Europol übernahm die Koordination. Die Polizei in Görlitz habe eng mit dem Bundeskriminalamt, dem Zollkriminalamt und der kolumbianischen Polizei zusammengearbeitet.

Im November 2017 seien acht Mitglieder der Bande nach Einbrüchen in Krankenhäuser in Israel und drei nach Einbrüchen in Peru festgenommen worden. Im Sommer 2017 sei in Miami in den USA ein Endoskop aufgetaucht, das in der Nähe von Wilhelmshaven in Niedersachsen gestohlen worden sei.

Daraufhin schaltete sich den Angaben nach auch die US-Bundespolizei FBI ein. In Zusammenarbeit mit Europol habe es Ermittlungen und Durchsuchungen in den USA, in Kolumbien und in Panama gegeben. Die Bandenstrukturen seien nach FBI-Angaben zerschlagen worden, führte die Görlitzer Polizei aus. Seit dem Frühling 2019 seien keine solchen Fälle in Deutschland mehr aufgetreten.

Im Mai 2024 schließlich teilte das FBI Europol demnach mit, dass bei den Durchsuchungen insgesamt 84 gestohlene medizinische Geräte beschlagnahmt worden seien, darunter auch 41 aus Deutschland. Zwei dieser Geräte stammten aus Görlitz. Im November 2025 habe die dortige Polizei die Endoskope entgegengenommen und dem Krankenhaus zurückgebracht.

Dessen Geschäftsführer Lutz Möller kündigte nun an, die Instrumente von der Abteilung Medizintechnik prüfen zu lassen. "Ob sie noch mit der jetzigen Technik kompatibel und einsetzbar sind, ist fraglich" erklärte er. "Dennoch freuen wir uns sehr über die Rückgabe der Endoskope." Die Klinik habe nicht gedacht, "dass wir die Technik je wiederbekommen".

Die Görlitzer Polizei sprach von einem "der außergewöhnlichsten Fälle in Sachen Eigentumskriminalität der vergangenen Jahrzehnte". Durch die Taten der kolumbianischen Bande auf der ganzen Welt sei insgesamt ein Schaden im dreistelligen Millionenbereich entstanden.

O.Jonstone--EWJ

Empfohlen

Waldbrand außer Kontrolle: 3500 Menschen in Gemeinde westlich von Madrid evakuiert

Wegen eines außer Kontrolle geratenen Waldbrandes westlich von Madrid haben die Behörden für 3500 Menschen eine Evakuierung angeordnet. Wie die Rettungskräfte am Donnerstag im Onlinedienst X mitteilten, wurden Warnmeldungen an die Bewohner der 60 Kilometer von Madrid entfernten Gemeinde Aldea del Fresno verschickt mit der Aufforderung, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen. Die Bewohner sollten demnach in eine andere nahegelegene Ortschaft gebracht werden, um sie von einem außer Kontrolle geratenen Feuer in der Umgebung fernzuhalten.

Mann bei bewaffnetem Banküberfall mit Messer in Regensburg getötet

Bei einem Messerangriff in einer Bank in Regensburg ist ein Mensch getötet worden. Der von dem 20 Jahre alten Angreifer am Donnerstag lebensgefährlich verletzte Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Täter konnte etwa drei Stunden nach der Tat festgenommen werden, er blieb bei dem Zugriff unverletzt. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach den Angehörigen des Opfers sein Mitgefühl aus.

Bewaffneter Banküberfall mit Messer in Regensburg: Ein Mensch stirbt

Bei einem Messerangriff in einer Bank in Regensburg ist ein Mensch ums Leben gekommen. Der von dem 20 Jahre alten Angreifer am Donnerstag lebensgefährlich verletzte Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Täter konnte etwa drei Stunden nach der Tat festgenommen werden, er blieb bei dem Zugriff unverletzt.

Messerangriff in Bank in Bayern: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt

Bei einem Messerangriff in einer Bankfiliale im bayerischen Regensburg ist am Donnerstag ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter befinde sich noch im Bankgebäude, teilte die örtliche Polizei mit. Dort sollten nach bisherigen Erkenntnissen weitere Menschen sein.

Textgröße ändern: