English Woman's Journal - Sechs Tote bei Busbrand in der Schweiz - Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus

Sechs Tote bei Busbrand in der Schweiz - Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus


Sechs Tote bei Busbrand in der Schweiz - Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus
Sechs Tote bei Busbrand in der Schweiz - Polizei geht von vorsätzlicher Tat aus / Foto: Fabrice COFFRINI - AFP

Beim Brand eines Busses im schweizerischen Kerzers im westlichen Kanton Freiburg sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt worden, drei von ihnen schwer, sagte der Sprecher der Kantonspolizei Freiburg, Frédéric Papaux, am Dienstagabend der Nachrichtenagentur AFP. Die Polizei gehe derzeit von menschlichem Verschulden und einer vorsätzlichen Tat aus.

Textgröße ändern:

Die Kantonspolizei Freiburg stellte bei einer Pressekonferenz keine Mutmaßungen zum Hintergrund des Brandes an. Sie äußerte sich nicht zu Vermutungen, es könne sich bei dem Vorfall um einen Suizid oder einen Terrorakt gehandelt haben. Die Polizei teilte mit, die Staatsanwaltschaft habe eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, "um die genauen Umstände der Tragödie zu klären". Die Behörden machten keine Angaben dazu, wie viele Passagiere sich an Bord des Busses befunden hatten.

Der Bus war gegen 18.30 Uhr an der Hauptstraße in Kerzers, das etwa 20 Kilometer westlich der schweizerischen Hauptstadt Bern liegt, in Brand geraten. Videos in Onlinediensten zeigten meterhohe Flammen und schwarze Rauchwolken, die aus den Fenstern des Busses aufstiegen.

Rettungskräfte waren am Abend im Einsatz. Der ausgebrannte Bus wurde mit weißen Planen von der Öffentlichkeit abgeschirmt, wie ein AFP-Reporter beobachtete. Mehrere Rettungswagen und ein Hubschrauber befanden sich am Einsatzort. Die Polizei rief dazu auf, sich vom Brandort fernzuhalten und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Drei Verletzte seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen seien, erklärte er im Onlinedienst X. Vor etwas mehr als zwei Monaten waren in der Silvesternacht bei einem Brand in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana 40 Menschen gestorben, darunter viele Jugendliche. 116 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwere Verbrennungen.

N.M.Shaw--EWJ

Empfohlen

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard

Im Wirecard-Skandal hat die Staatsanwaltschaft München I einem Medienbericht zufolge eine weitere Anklage erhoben. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um eine frühere Mitarbeiterin, die von Dezember 2019 bis zur Wirecard-Insolvenz im Juni 2020 im Zuständigkeitsbereich von Vorstand Jan Marsalek arbeitete. Zuvor war sie demnach in der Konzernbuchhaltung beschäftigt.

Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen mehrstöckigen Gebäudes in Kenias Hauptstadt Nairobi werden mehrere Todesopfer befürchtet. Das Unglück habe sich am Freitag in dem Stadtteil Eastleigh ereignet, teilte das Rote Kreuz im Onlinedienst X mit. Örtliche Medien berichteten von möglichen Opfern unter den Trümmern. Auf Bildern vom Unglücksort war eine große Menschenmenge zu sehen. Örtlichen Medien zufolge kam es nach dem Einsturz zu Plünderungen.

Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben

Weil er einem Beamten über Jahre hinweg trotz voller Bezüge keine Arbeitsaufträge gegeben haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen ehemaligen Verbandsbürgermeister aus Rheinland-Pfalz erhoben. Ihm wird Untreue im besonders schweren Fall vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. In dem Zusammenhang erhob sie eine weitere Anklage gegen einen zwischenzeitlich suspendierten leitenden Beamten der Verbandsgemeinde wegen Untreue.

Textgröße ändern: