English Woman's Journal - Explosion vor Synagoge im belgischen Lüttich - keine Verletzten

Explosion vor Synagoge im belgischen Lüttich - keine Verletzten


Explosion vor Synagoge im belgischen Lüttich - keine Verletzten
Explosion vor Synagoge im belgischen Lüttich - keine Verletzten / Foto: JOHN THYS - AFP

Vor einer Synagoge in der belgischen Stadt Lüttich ist es in der Nacht zum Montag zu einer Explosion gekommen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand, es gebe "nur materielle Schäden". Der belgische Innenminister Bernard Quintin sprach im Onlinedienst X von einer "antisemitischen Tat, die sich direkt gegen die jüdische Gemeinde in Belgien richtet".

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Die Detonation habe sich gegen vier Uhr morgens ereignet, teilte die Lütticher Polizei weiter. Mehrere Fensterscheiben der Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite seien zersprungen. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, eine Sprecherin wollte sich aber nicht zu einem möglichen Motiv äußern.

Der Bereich um die Synagoge wurde abgesperrt. Innenminister Quintin kündigte verstärkte Sicherheitsvorkehrungen "an vergleichbaren Orten" in Belgien an.

Der Lütticher Bürgermeister Bürgermeister Willy Demeyer verurteilte die Explosion scharf. Sie sei "gezielt" vor der Synagoge geschehen, sagte er dem öffentlich-rechtlichen Radiosender RTBF. "Wir wollen in der Stadt keine importierten Konflikte, die eigentlich anderswo stattfinden", fügte er mit Blick auf den Iran-Krieg hinzu.

Lüttich liegt gut 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die dortige Synagoge wurde 1899 errichtet und beherbergt auch ein Museum zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in der Stadt. In ganz Belgien leben etwa 45.000 Jüdinnen und Juden.

N.Steward--EWJ

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