English Woman's Journal - Freispruch im neuem Prozess um erstochenen 17-Jährigen in Rheinland-Pfalz

Freispruch im neuem Prozess um erstochenen 17-Jährigen in Rheinland-Pfalz


Freispruch im neuem Prozess um erstochenen 17-Jährigen in Rheinland-Pfalz
Freispruch im neuem Prozess um erstochenen 17-Jährigen in Rheinland-Pfalz / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Fast drei Jahre nach dem Tod eines 17-Jährigen durch einen Messerstich nach einer Grillparty in Rheinland-Pfalz hat das Landgericht Landau den Angeklagten in einem zweiten Prozess erneut freigesprochen. Der damals 20-Jährige habe aus Notwehr gehandelt, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Angeklagt war der Mann wegen Totschlags.

Textgröße ändern:

Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 17-Jährige und der 20-Jährige während der Grillparty in Weingarten in einen Streit geraten waren. Der Ältere verließ zunächst die Party, kehrte aber zurück, um sein Handy zu suchen. Dabei wollte er keinen Streit oder eine Revanche.

Weil er davon ausging, bei der Suche erneut auf den aggressiven Jüngeren und dessen Freunde zu treffen, nahm er zur Abschreckung aus seinem Auto ein Messer mit. Erst als der 17-Jährige trotz des Messers erneut auf ihn einschlug, wehrte der damals 20-Jährige den Angriff damit ab. Die Kammer ging von einer rechtfertigenden Notwehr aus.

Es handelte sich bereits um den zweiten Prozess in dem Fall. Auch im Februar 2024 hatte das Landgericht Landau den Angeklagten freigesprochen. Die Kammer ging von Notwehr aus. Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof im August 2025 wegen Rechtsfehlern auf und verwies das Verfahren an eine andere Kammer des Landgerichts.

A.Wallace--EWJ

Empfohlen

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Tod von Baby in Schleswig-Holstein: Eltern kommen wegen Mordes vor Gericht

Ein halbes Jahr nach dem Tod eines Babys in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein beginnt vor Gericht ein Mordprozess gegen die Eltern. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das vier Monate alte Mädchen nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt zu haben, wie das Landgericht Itzehoe am Freitag mitteilte. Der Anklage zufolge soll der Säugling vor seinem Tod einen Monat lang gelitten haben.

88-jähriger Berliner stirbt nach Betäubung bei Raub: Weitere Mittäterin verurteilt

Drei Jahre nach dem Tod eines 88-jährigen Manns aus Berlin wegen einer Überdosis Beruhigungsmittel zur Begehung eines Raubes ist eine weitere Täterin verurteilt worden. Die mittlerweile 22-jährige Angeklagte wurde wegen schweren Raubes mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Das Urteil fiel Ende Februar.

Textgröße ändern: