English Woman's Journal - Messerangriff vor Bielefelder Bar: Prozess wegen Mordversuchs begonnen

Messerangriff vor Bielefelder Bar: Prozess wegen Mordversuchs begonnen


Messerangriff vor Bielefelder Bar: Prozess wegen Mordversuchs begonnen
Messerangriff vor Bielefelder Bar: Prozess wegen Mordversuchs begonnen / Foto: INA FASSBENDER - AFP/Archiv

Fast zehn Monate nach dem Messerangriff vor einer Bar in Bielefeld mit mehreren Verletzten hat vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Dem 36-jährigen Angeklagten wird unter anderem versuchter Mord und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen. Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff waren im Mai 2025 vier Menschen lebensgefährlich verletzt worden.

Textgröße ändern:

Der zur Tatzeit 35 Jahre alte Mahmoud M. soll am 18. Mai am frühen Morgen vor einer Bar in der nordrhein-westfälischen Stadt mit Messern auf Gäste eingestochen haben, die dort den Aufstieg ihres Fußballvereins feierten. Danach flüchtete er. Nach ihm wurde öffentlich gefahndet.

Zeugen brachten die Polizei schließlich auf seine Spur. Am späten Abend des Folgetags wurde er in der Nähe von Düsseldorf festgenommen. Dabei leistete er Widerstand und wurde leicht verletzt. M. kam in Untersuchungshaft.

Laut Anklage soll sich der 36-Jährige spätestens im Mai 2015 in Syrien der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Bis November 2016 sei er in Syrien unter anderem als Kämpfer sowie als Wach- und Grenzposten eingesetzt worden und habe Aufgaben in der IS-Immobilienverwaltung übernommen.

Nach seiner Einreise in die Bundesrepublik Deutschland im Sommer 2023 sei er der Organisation weiter verbunden geblieben. Anfang Mai 2025 habe er sich dazu entschlossen, möglichst viele willkürlich ausgesuchte Menschen zu töten, erklärte die Bundesanwaltschaft. Das Gericht setzte Verhandlungstermine bis Anfang Juni an.

M.Stevenson--EWJ

Empfohlen

Frankreich bittet wegen Waldbränden andere EU-Länder um Hilfe

Wegen der schweren Waldbrände im Land bittet Frankreich andere EU-Staaten um Hilfe. Es sei die Auslösung des Zivilschutzmechanismus' der Europäischen Union beantragt worden, teilte Präsident Emmanuel Macron in der Nacht zum Freitag mit. Frankreich werde damit "schnell" Hilfe aus anderen Ländern für die Brandbekämpfung aus der Luft bekommen.

Spanien ruft wegen Waldbränden in zwei Regionen "Notstand nationaler Tragweite" aus

Wegen der verheerenden Waldbrände in Spanien hat die Regierung für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" ausgerufen. Dieser gelte ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahegelegenen Provinz Ávila, teilte das Innenministerium in der Nacht zum Freitag mit.

Justizministerium macht im Streit um Bericht über Trumps Luxusflieger Rückzieher

Im Streit um einen Zeitungsbericht über Sicherheitsmängel am neuen Luxusflugzeug von US-Präsident Donald Trump hat das Justizministerium in Washington einen Rückzieher gemacht. Die Bundesstaatsanwaltschaft zog bei einer Anhörung zu dem Fall am Donnerstag nach Angaben der "New York Times" eine zuvor verfügte Vorladung mehrerer Journalisten zurück. Diese hatten berichtet, dass es an der neuen Präsidentenmaschine - ein Geschenk Katars - Sicherheitsbedenken gebe.

Waldbrand außer Kontrolle: 3500 Menschen in Gemeinde westlich von Madrid evakuiert

Wegen eines außer Kontrolle geratenen Waldbrandes westlich von Madrid haben die Behörden für 3500 Menschen eine Evakuierung angeordnet. Wie die Rettungskräfte am Donnerstag im Onlinedienst X mitteilten, wurden Warnmeldungen an die Bewohner der 60 Kilometer von Madrid entfernten Gemeinde Aldea del Fresno verschickt mit der Aufforderung, ihre Häuser vorsorglich zu verlassen. Die Bewohner sollten demnach in eine andere nahegelegene Ortschaft gebracht werden, um sie von einem außer Kontrolle geratenen Feuer in der Umgebung fernzuhalten.

Textgröße ändern: