English Woman's Journal - USA: Mexikos Drogenkartelle verletzen Luftraum mit Drohnen

USA: Mexikos Drogenkartelle verletzen Luftraum mit Drohnen


USA: Mexikos Drogenkartelle verletzen Luftraum mit Drohnen

Die US-Regierung hat mexikanischen Drogenkartellen eine Verletzung des texanischen Luftraums mit Drohnen vorgeworfen. US-Verkehrsminister Sean Duffy erklärte am Mittwoch im Onlinedienst X, das Pentagon und die Luftfahrtbehörde FAA hätten die Drohnen nahe dem US-Flughafen El Paso unschädlich gemacht, der stundenlang gesperrt war. Unklar war, ob die USA den Vorfall zum Anlass nehmen könnten, die Kartelle in Mexiko anzugreifen, wie von Präsident Donald Trump im Januar angedroht.

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Verkehrsminister Duffy sprach von einer regelrechten "Drohneninvasion" durch Kartelle im texanischen Luftraum. Er fügte hinzu: "Die Bedrohung wurde beseitigt, und es besteht keine Gefahr für den kommerziellen Luftverkehr in der Region mehr."

Ein anderer US-Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, machte "mexikanische Kartelle" für den Vorfall verantwortlich. Die US-Streitkräfte hätten "Maßnahmen ergriffen, um die Drohnen auszuschalten", sagte er, ohne Details zu nennen.

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte dagegen, sie habe "keine Informationen zum Einsatz von Drohnen an der Grenze". Der Vorfall werde untersucht.

Das Pentagon bestätigte die Angaben zu den Drohnen vorerst nicht. Das Nutzerkonto @DoWCTO des "Kriegsministeriums", wie sich das Pentagon seit September nennt, veröffentlichte allerdings im Onlinedienst X unter der Überschrift "Verteidigt die Heimat" das bearbeitete Foto eines Adlers vor Drohnen-ähnlichen Flugobjekten, die offenbar abgeschossen werden.

Die US-Nachrichtenagentur AP berichtete unter Berufung auf mehrere Quellen, das Pentagon habe in Texas einen Laser zum Abschuss mexikanischer Drohnen getestet. Dies habe zu einem Konflikt mit der Luftfahrtbehörde FAA geführt, die den Luftraum über El Paso daraufhin kurzfristig für geschlossen erklärt hatte - zunächst sogar für zehn Tage. Gut drei Stunden später hob die Behörde die Sperrung dann wieder auf.

Politiker der oppositionellen Demokraten im US-Kongress nannten den Vorgang "inakzeptabel" und warfen "Kriegsminister" Pete Hegseth vor, "rücksichtslos im öffentlichen Luftraum zu agieren". Das Pentagon dürfe nicht die Sicherheit gefährden und die Reisefreiheit beeinträchtigen, erklärten die demokratischen Abgeordneten Rick Larsen und André Carson.

Der Verkehr am internationalen US-Flughafen El Paso kam wegen des Vorfalls am Mittwoch stundenlang zum Erliegen - ohne dass Reisende informiert wurden, warum. El Paso hat rund 700.000 Einwohner und liegt neben der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez, die als Hochburg von Drogenkartellen gilt.

Trump hatte Mexiko im Januar mit "Landangriffen im Hinblick auf die Kartelle" gedroht. Die Trump-Regierung hat Drogenbanden unter anderem aus Mexiko den "Krieg" erklärt und das Sinaloa-Kartell und andere Gruppen als "ausländische Terrororganisationen" eingestuft.

Mexikos Regierung und Präsidentin Sheinbaum lehnen eine US-Militärintervention entschieden ab. Auch in Venezuela hatte die US-Regierung ihr militärisches Eingreifen mit dem Krieg gegen "Drogenterroristen" begründet. In Venezuela nahmen US-Streitkräfte den langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen. Die USA beschossen zudem zahlreiche "Drogenboote" in der Karibik und im östlichen Pazifik.

L.Paterson--EWJ

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