English Woman's Journal - Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal

Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal


Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal
Leichte Entwarnung nach "außergewöhnlichen" Unwettern in Spanien und Portugal / Foto: JORGE GUERRERO - AFP

Nach dem Durchzug von "außergewöhnlich" starken Unwettern haben die Behörden auf der Iberischen Halbinsel leichte Entwarnung gegeben. Im besonders heftig betroffenen Andalusien im Süden Spaniens wurde am Donnerstag die höchste Alarmstufe aufgehoben, trotzdem mahnten die Behörden noch zur Vorsicht. Rettungskräfte suchten weiter nach einer Frau, die während des Unwetters in einen Fluss gestürzt war. Im benachbarten Portugal kam durch Sturmtief "Leonardo" ein Mann ums Leben.

Textgröße ändern:

Am Mittwoch waren in Andalusien teilweise bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, der Wetterdienst hatte zuvor vor "außergewöhnlichem" Starkregen gewarnt. Wegen "Leonardo" mussten tausende Menschen evakuiert werden. Der Bahn- und Straßenverkehr kam zum Erliegen, Schulen blieben geschlossen. Der Zivilschutz teilte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit, dass eine Frau in der andalusischen Gemeinde Sayalonga in den Fluss Turvilla gestürzt sei. "Wir suchen nach ihr."

Spaniens nationaler Wetterdienst senkte am Donnerstag die Alarmstufen, warnte aber zugleich: Es werde zwar weniger stark regnen, aber in bereits Regen-gesättigten Gebieten werde sich das Wasser noch ansammeln, es könne zu Überschwemmungen kommen. In den meisten Teilen Andalusiens wurde der Unterricht am Donnerstag wieder aufgenommen, in den am stärksten betroffenen Gebieten blieb er jedoch ausgesetzt. Mehrere Straßen und Bahnstrecken waren weiter nicht befahrbar.

Auch im Nachbarland Portugal war nach Angaben der Behörden am Donnerstag das Schlimmste überstanden. Am Mittwoch war ein etwa 60-jähriger Mann im Südosten des Landes ums Leben gekommen. Er wurde von einer Strömung mitgerissen, als er mit dem Auto ein überschwemmtes Gebiet durchqueren wollte. Bereits in der vergangenen Woche waren durch den Sturm "Kristin" in Portugal fünf Menschen durch Unwetter ums Leben gekommen und hunderte verletzt worden.

Starke Winde und Niederschläge sollen noch bis Samstag über die Iberische Halbinsel ziehen. Auch Marokko erlebte am Mittwoch extreme Niederschläge, dort wurden seit dem vergangenen Freitag mehr als 100.000 Menschen evakuiert.

Ch.McDonald--EWJ

Empfohlen

Waldbrände in Südeuropa: Brantner fordert mehr Aufmerksamkeit für Klimaschutz

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien hat Grünen-Chefin Franziska Brantner mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz gefordert. "Diese Brände zeigen erneut, wie verletzlich unsere Gesellschaften durch die Folgen der Klimakrise geworden sind", sagte Brantner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Umso wichtiger ist es, jetzt entschlossen zu helfen und gleichzeitig alles dafür zu tun, solche Katastrophen künftig zu begrenzen."

Weiter dichter Rauch durch Waldbrände nahe Madrid - Ministerpräsident Sánchez vor Ort

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren am Samstag durch die Waldbrände weiter in Rauch gehüllt. Brandgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund "erheblich" besserer Bedingungen nur noch wenig aus. Bei einem Besuch am Samstag vor Ort sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez, vorrangiges Ziel sei es, "Leben zu retten".

Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein

Zur Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten Frankreichs soll ab Samstag ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt werden. Premierminister Sébastien Lecornu habe den Streitkräften die Entsendung der Maschine angeordnet, teilte sein Büro mit. Zudem sollen 100 Feuerwehrleute aus Paris bei der Brandbekämpfung helfen, erklärte der Kommandeur der Pariser Feuerwehrbrigade, Arnaud de Cacqueray, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Weiter dichter Rauch durch Großbrand nahe Madrid - Löschbedingungen über Nacht verbessert

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren am Samstag weiter in Rauch gehüllt. Rauchgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund "erheblich" besserer Bedingungen nur noch wenig aus.

Textgröße ändern: