English Woman's Journal - Bill Gates: Bereue "jede Minute" mit Sexualstraftäter Epstein

Bill Gates: Bereue "jede Minute" mit Sexualstraftäter Epstein


Bill Gates: Bereue "jede Minute" mit Sexualstraftäter Epstein
Bill Gates: Bereue "jede Minute" mit Sexualstraftäter Epstein / Foto: Stefan JERREVANG - TT News Agency/AFP/Archiv

Der Microsoft-Gründer Bill Gates hat Bedauern über seine Kontakte zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geäußert. "Jede Minute, die ich mit ihm verbracht habe, bereue ich, und ich entschuldige mich", sagte der Milliardär in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem australischen Sender 9News. In den am Freitag vom US-Justizministerium veröffentlichten neuen Dokumenten zum Fall Epstein war unter anderem Gates' Name aufgetaucht.

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Die Dokumente enthielten unter anderem den Entwurf einer E-Mail, in dem Epstein von angeblichen Affären Gates' spricht. Seine Beziehung zu dem Milliardär habe von "der Hilfe für Bill, Drogen zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen, bis hin zur Ermöglichung seiner unerlaubten Rendezvous mit verheirateten Frauen" gereicht, schreibt Epstein weiter.

Gates wies die Behauptungen in dem Interview mit 9News entschieden zurück. "Diese E-Mail wurde nie verschickt, die E-Mail ist falsch", sagte der Milliardär. Er wisse nicht, was Epstein sich dabei gedacht habe. "Wollte er mich in irgendeiner Weise angreifen?"

Er habe Epstein im Jahr 2011 getroffen und sich über drei Jahre hinweg mehrmals mit ihm zum Abendessen getroffen, teilte der Philanthrop 9News mit. Er habe jedoch nie dessen Karibikinsel besucht und keine Beziehungen mit Frauen gehabt. Seine Absicht sei gewesen, über Epstein, der von sich behauptet habe, viele reiche Menschen zu kennen, an Spenden zu gelangen. "Er sagte, er könne sie dazu bringen, Geld für die globale Gesundheit zu spenden", sagte Gates. "Im Nachhinein hat sich das als Sackgasse herausgestellt."

Ein Sprecher des Microsoft-Gründers wies Epsteins Behauptungen ebenfalls zurück. "Das Einzige, was diese Dokumente zeigen, ist Epsteins Frustration darüber, dass er keine fortlaufende Beziehung zu Gates hatte, und welche Maßnahmen er ergreifen würde, um zu verführen und zu verleumden", erklärte der Sprecher.

Gates' Ex-Frau Melinda French Gates zeigte sich betroffen angesichts der Veröffentlichung der neuen Informationen. "Für mich ist es persönlich immer hart, wenn diese Details wieder hochkommen", sagte sie dem US-Radiosender NPR. Die Dokumente riefen "Erinnerungen an einige sehr, sehr schmerzhafte Zeiten in meiner Ehe" wach. Sie forderte ihren Ex-Mann auf, Stellung zu offenen Fragen zu beziehen. Das Paar hatte sich 2021 scheiden lassen.

In den am Freitag vom US-Justizministerium veröffentlichten mehr als drei Millionen Dokumenten zum Fall Epstein tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf, darunter auch US-Präsident Donald Trump, Tech-Multimilliardär Elon Musk, Frankreichs Ex-Kulturminister Jack Lang und der ehemalige britische Prinz Andrew.

Epstein soll tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 verurteilt worden, weil er minderjährige Mädchen missbraucht hatte. Wegen eines umstrittenen Deals mit der Staatsanwaltschaft erhielt er damals eine nur 18-monatige Haftstrafe.

2019 wurde er unter anderem wegen des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen erneut festgenommen. Rund einen Monat später wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

N.M.Shaw--EWJ

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