English Woman's Journal - Minister: Italien wehrt russische Cyberattacken auf Olympische Winterspiele ab

Minister: Italien wehrt russische Cyberattacken auf Olympische Winterspiele ab


Minister: Italien wehrt russische Cyberattacken auf Olympische Winterspiele ab
Minister: Italien wehrt russische Cyberattacken auf Olympische Winterspiele ab / Foto: PIERO CRUCIATTI - AFP

Zwei Tage vor dem offiziellen Beginn der Olympischen Winterspiele hat Italien nach Angaben seiner Regierung mehrere russische Cyberattacken abgewehrt. "Wir haben eine Reihe von Cyberangriffen auf Webseiten des Außenministeriums vereitelt, darunter die Webseite in Washington", zitierten italienische Medien Außenminister Antonio Tajani am Mittwoch. Betroffen waren demnach auch "einige Webseiten im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen, darunter Hotels in Cortina d'Ampezzo". Tajani fügte hinzu, dass die Angriffe "russischen Ursprungs" gewesen seien.

Textgröße ändern:

Tajanis Büro machte zunächst keine weiteren Angaben zu den Cyberattacken. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) äußerte sich auf eine Anfrage um Stellungnahme zunächst nicht.

Eine russische Hackergruppe reklamierte die Cyberangriffe für sich und bezeichnete sie als Antwort auf die Unterstützung der italienischen Regierung für die Ukraine im Krieg gegen Russland. "Der pro-ukrainische Kurs der italienischen Regierung führt dazu, dass die Unterstützung ukrainischer Terroristen mit unseren DDoS-Angriffen auf Websites bestraft" werde, hieß es in einer Erklärung auf einem Telegram-Kanal, der mutmaßlich mit der pro-russischen Hackergruppe Noname057 in Verbindung steht.

Bei DDoS-Angriffen (Distributed Denial of Service) wird das System mit Online-Datenverkehr überflutet, um den Zugriff auf die Website lahmzulegen. Die Nachrichtenagentur AFP konnte zunächst nicht überprüfen, ob der Telegram-Kanal tatsächlich der Hackergruppe gehört.

Die Gruppe erklärte, die Internetseiten, mehrerer Hotels in Cortina d'Ampezzo, einem der Olympia-Austragungsorte, angegriffen zu haben. Der Zugang zu einer der Webseiten blieb am Mittwochnachmittag weiterhin blockiert.

Die italienische Polizei hatte am Dienstag mitgeteilt, dass seit dem 26. Januar eine Einheit für Cybersicherheit im Einsatz sei, die sich speziell mit den Olympischen Spielen befasst. Ziel sei es, "kritische Infrastruktur zu schützen und potenzielle terroristische Bedrohungen zu verhindern". Spezialisten waren demnach an sämtlichen Spielstätten vor Ort - von Sondrio bis Belluno, Mailand und Trient.

Die in weiten Teilen Norditaliens stattfindenen Winterspiele werden am Freitag offiziell eröffnet, die Spiele dauern bis zum 22. Februar. Russland ist als Nation wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von Olympia ausgeschlossen. Allerdings dürfen russische und belarussische Athletinnen und Athleten als neutrale Sportlerinnen und Sportler antreten.

D.Findlay--EWJ

Empfohlen

Gipfel zu Drogen und Sicherheit: Trump empfängt Vertreter aus Lateinamerika

US-Präsident Donald Trump empfängt am Samstag Vertreter verbündeter lateinamerikanischer Staaten zu einem Gipfeltreffen. Hauptthemen der Zusammenkunft in Miami im Bundesstaat Florida sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie Sicherheitsfragen. Trump will dabei eine neue Initiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas) ins Leben rufen.

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Tod von Baby in Schleswig-Holstein: Eltern kommen wegen Mordes vor Gericht

Ein halbes Jahr nach dem Tod eines Babys in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein beginnt vor Gericht ein Mordprozess gegen die Eltern. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das vier Monate alte Mädchen nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt zu haben, wie das Landgericht Itzehoe am Freitag mitteilte. Der Anklage zufolge soll der Säugling vor seinem Tod einen Monat lang gelitten haben.

Textgröße ändern: