English Woman's Journal - Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen

Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen


Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen
Portugals Behörden warnen nach Unwetter vor neuem Regen und Überschwemmungen / Foto: Jerome PIN - AFP

In Portugal haben die Behörden nach einem heftigen Unwetter mit fünf Toten vor neuem Starkregen und Überschwemmungen gewarnt. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle sprach der Wetterdienst Ipma am Samstag für das gesamte portugiesische Festland eine Unwetterwarnung bis Montag aus. Im Zentrum des Landes waren infolge des Sturms "Kristin" nach Angaben des Energieversorgers E-Redes am Samstagnachmittag immer noch fast 200.000 Haushalte ohne Strom.

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Laut der neuen Unwetterwarnung des Wetterdienstes drohen Überschwemmungen, weil die Böden nach den Unwettern der vergangenen Tage schon vollständig mit Wasser gesättigt sind und Flüsse bereits viel Wasser führen. Der portugiesische Zivilschutz warnte auch vor Sturzfluten, Erdrutschen und Steinschlägen. Den Menschen wurde geraten, lose Gegenstände zu sichern, gefährdete Küsten- und Flussgebiete zu meiden und beim Autofahren vorsichtig zu sein.

Dem Land stehe eine "sehr schwierige Woche" bevor, hatte der Chef der portugiesischen Umweltbehörde, José Pimenta Machado, bereits am Freitag gesagt.

"Ab Mitternacht erwarten wir weiteren Regen. Das bereitet uns Sorgen", sagte am Samstag der Bürgermeister der Stadt Leiria, Gonçalo Lopes. Er rief Freiwillige dazu auf, bei der Reparatur beschädigter Dächer zu helfen, bevor weiterer Regen einsetzt. In Batalha in der Nähe von Leiria starb ein 73-jähriger Mann, der nach Angaben der Behörden bei Reparaturarbeiten von einem Dach stürzte.

Der Durchzug des Sturms "Kristin" in der Nacht zum Mittwoch hatte bereits für Überschwemmungen und erhebliche Schäden gesorgt. Der portugiesische Rettungsdienst musste nach eigenen Angaben zu 34 Land- und zu 17 Wasserrettungen ausrücken. Landesweit stürzten rund 5800 Bäume um.

Die meisten von Stromausfällen betroffenen Haushalte und Betriebe befinden sich in Leiria im Zentrum des Landes, wo hunderte Stromgeneratoren im Einsatz waren. Am Freitag waren nach Angaben des Chefs des Stromnetzbetreibers REN, Rodrigo Costa, noch etwa 650 Kilometer Oberleitungen außer Betrieb gewesen. Schulen und Museen blieben geschlossen und Bahnlinien außer Betrieb.

"Das Ausmaß der Schäden ist enorm", sagte Präsidialamtsminister António Leitão Amaro bei einem Besuch im Katastrophengebiet in Begleitung von EU-Energiekommissar Dan Jörgensen. Die Reaktion der portugiesischen Behörden sei aber "weiterhin ausreichend" und eine Aktivierung des europäischen Katastrophenschutzmechanismus zum jetzigen Zeitpunkt nicht notwendig. Zugleich schloss der Minister nicht aus, auf den Solidaritätsfond der EU zur Unterstützung des Wiederaufbaus zurückzugreifen.

Ch.Thomson--EWJ

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