English Woman's Journal - Regierung in London kündigt Einrichtung von "britischem FBI" an

Regierung in London kündigt Einrichtung von "britischem FBI" an


Regierung in London kündigt Einrichtung von "britischem FBI" an
Regierung in London kündigt Einrichtung von "britischem FBI" an / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

In Großbritannien hat die Regierung die Einrichtung einer Polizeibehörde nach dem Vorbild der US-Bundespolizei FBI angekündigt. Wie Innenministerin Shabana Mahmood am Samstagabend erklärte, soll der neue, für alle Landesteile des Königreichs zuständige nationale Polizeidienst (National Police Service, NPS) "mit erstklassigen Fachkräften und modernster Technologie ausgestattet" sein. Ziel sei es, "gefährliche Kriminelle aufzuspüren und zu ergreifen".

Textgröße ändern:

Der NPS soll demnach als Dachorganisation bestehender Polizeibehörden wie der National Crime Agency (NCA) und regionaler, auf die Bekämpfung organisierter Kriminalität spezialisierter Polizeibehörden dienen. Der Chef des neuen NPS wird den Plänen zufolge der höchstrangige Polizist ganz Großbritanniens.

Wie Innenministerin Mahmood weiter erklärte, fehlten einigen örtlichen Einsatzkräften die "nötigen Fähigkeiten oder Ressourcen, um komplexe Arten der heutigen Kriminalität wie Betrug, Online-Missbrauch Minderjähriger oder organisierter Kriminalität zu bekämpfen". Die Polizei vor Ort werde durch den neuen NPS entlastet und könne sich wieder stärker der alltäglichen Polizeiarbeit mit Vergehen wie Ladendiebstahl widmen.

Das Innenministerium kündigte die neu zu schaffende Behörde im Rahmen der nach seiner Darstellung "größten Polizeireform" seit der Gründung moderner Polizeibehörden im Land vor zwei Jahrhunderten an.

Der derzeitige Aufbau der Polizeibehörden war in Großbritannien zuletzt in die Kritik geraten. Der Leiter der Londoner Metropolitan Police, Mark Rowley, hatte "überfällige" Reformen eingefordert und den derzeitigen Aufbau der Polizeibehörden in einem Interview als "eine Art überbürokratisches, kompliziertes, verwickeltes Spaghetti-System" bezeichnet.

Für besonders großes Aufsehen hatte der Fall der für die Großstadt Birmingham zuständigen Polizei in der Region West Midlands gesorgt. Deren Leiter Craig Guildford hatte empfohlen, im November Fans des israelischen Fußballklubs Maccabi Tel Aviv von einem Europapokalspiel in der Stadt auszuschließen - was unter anderem Premierminister Keir Starmer als Ausdruck von Antisemitismus bezeichnet hatte.

Guildford trat aufgrund wachsenden öffentlichen Drucks Mitte Januar zurück. Innenministerin Mahmood hatte mit Blick auf den Fall kritisiert, dass sie nicht befugt war, Guildford zu entlassen.

L.Paterson--EWJ

Empfohlen

Trump: Kubanische Regierung erlebt ihre "letzten Momente"

US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Ende der kommunistischen Regierung in Kuba in Aussicht gestellt. "Ich werde mich um Kuba kümmern", sagte Trump am Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami. "Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens."

Gipfel zu Drogen und Sicherheit: Trump empfängt Vertreter aus Lateinamerika

US-Präsident Donald Trump empfängt am Samstag Vertreter verbündeter lateinamerikanischer Staaten zu einem Gipfeltreffen. Hauptthemen der Zusammenkunft in Miami im Bundesstaat Florida sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie Sicherheitsfragen. Trump will dabei eine neue Initiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas) ins Leben rufen.

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Textgröße ändern: