English Woman's Journal - Hamburg: Lange Haftstrafen wegen Schmuggels von mehr als viereinhalb Tonnen Kokain

Hamburg: Lange Haftstrafen wegen Schmuggels von mehr als viereinhalb Tonnen Kokain


Hamburg: Lange Haftstrafen wegen Schmuggels von mehr als viereinhalb Tonnen Kokain
Hamburg: Lange Haftstrafen wegen Schmuggels von mehr als viereinhalb Tonnen Kokain / Foto: Erika SANTELICES - AFP/Archiv

In einem Prozess um den Schmuggel von etwa 4,6 Tonnen Kokain hat das Landgericht Hamburg zehn Angeklagte zu Haftstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren verurteilt. Das Gericht sah es nach Angaben vom Donnerstag als erwiesen an, dass sich die Männer in wechselnder Zusammensetzung und mit wechselnden Aufgaben an der Abwicklung von zwei Großlieferungen des Rauschgifts über den Hamburger Hafen im Jahr 2024 beteiligten.

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Laut Anklageschrift ging es um zwei Container mit jeweils mehr als zwei Tonnen Kokain, die im Mai sowie September 2024 per Frachtschiff in der Hansestadt eintrafen. Bei den zwei Hauptbeschuldigten handelte es sich um einen von unbekannten Hintermännern angeworbenen Logistikunternehmer und einen von diesem eingeweihten Lastwagenfahrer. Diese sorgten dafür, dass die Container zu den Orten gebracht wurden, wo sie entladen wurden.

Die übrigen Angeklagten beteiligten sich demnach unter anderem an der Entladung eines Containers in einer Lagerhalle in Hamburg, wo sie bei einem Polizeizugriff auf frischer Tat ertappt und festgenommen wurden.

Der Transportunternehmer und der Lastwagenfahrer wurden am Donnerstag zu elf sowie zwölf Jahren Haft verurteilt, die übrigen Beschuldigten erhielten Gefängnisstrafen zwischen sechs und siebeneinhalb Jahren. Ein elfter Beschuldigter wurde freigesprochen. Die Urteile ergingen zumeist wegen Beihilfe zur Einfuhr von Betäubungsmitteln sowie Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln jeweils in nicht geringen Mengen.

Den Ermittlungsergebnissen zufolge stammte der im März geschmuggelte Container aus Ecuador und enthielt etwa zweieinhalb Tonnen Kokain. Er wurde an einen unbekannten Ort in Hamburg gebracht, wo er von weiteren Tätern entladen wurde. Der Verbleib der Drogen ist laut Anklage unklar.

Der zweite Schmuggelcontainer, der bei der Polizeiaktion im September im Stadtteil Rothenburgsort beschlagnahmt wurde, enthielt 2,1 Tonnen Kokain. Die Hauptbeschuldigten waren zum Prozessauftakt im Mai 44 und 60 Jahre alt, die restlichen Beschuldigten im Alter zwischen 22 und 42 Jahren.

N.Steward--EWJ

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