English Woman's Journal - Festnahme in Berlin: Ilona W. soll für Russland spioniert haben

Festnahme in Berlin: Ilona W. soll für Russland spioniert haben


Festnahme in Berlin: Ilona W. soll für Russland spioniert haben
Festnahme in Berlin: Ilona W. soll für Russland spioniert haben / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe Ilona W. unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.

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Am Mittwoch wurden ihre Wohnung und die Wohnungen von zwei weiteren Beschuldigten im brandenburgischen Landkreis Havelland, im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler und in der bayerischen Landeshauptstadt München durchsucht. Die beiden anderen Beschuldigten sind den Angaben zufolge auf freiem Fuß.

W. wird konkret vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie sollte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.

Die Bundesanwaltschaft teilte einige Einzelheiten zum Verdacht gegen sie mit. Demnach hat W. spätestens seit November 2023 geheimdienstliche Kontakte in die russische Botschaft in Berlin. Ihr Kontaktmann arbeite für einen russischen Geheimdienst. W. soll unter anderem Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammengestellt haben.

Sie habe auch Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine eingeholt. Einige Male soll sie ihrem Kontaktmann aus der russischen Botschaft dabei geholfen haben, unter falscher Identität selbst politische Veranstaltungen in Berlin zu besuchen, um dort Kontakte aufzubauen, die für den Geheimdienst wichtig sein könnten.

Die Bundesanwaltschaft bekam den Angaben zufolge Informationen vom Bundesamt für Verfassungsschutz und dem Militärischen Abschirmdienst der Bundeswehr. Polizeilich ermittelt das Bundeskriminalamt (BKA). Es waren auch BKA-Beamte, die W. am Mittwoch festnahmen.

R.Sutherland--EWJ

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