English Woman's Journal - Mord an Japans Ex-Regierungschef Abe: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt

Mord an Japans Ex-Regierungschef Abe: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt


Mord an Japans Ex-Regierungschef Abe: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt
Mord an Japans Ex-Regierungschef Abe: Täter zu lebenslanger Haft verurteilt / Foto: Yuichi YAMAZAKI - AFP

Mehr als drei Jahre nach der Ermordung des japanischen Ex-Regierungschefs Shinzo Abe ist der Täter von einem japanischen Gericht für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht im westjapanischen Nara verkündete am Mittwoch das Urteil gegen Tetsuya Yamagami, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Yamagami hatte den Mord bereits im Oktober gestanden.

Textgröße ändern:

Abe war am 8. Juli 2022 bei einem Wahlkampfauftritt in Nara niedergeschossen worden. Wenige Stunden später wurde der 67-Jährige im Krankenhaus für tot erklärt. Yamagami soll Abe laut japanischen Medien ins Visier genommen haben, weil er den konservativen Politiker mit der als Moon-Sekte bekannten Vereinigungskirche in Verbindung brachte, die er für finanzielle Schwierigkeiten seiner Familie verantwortlich macht. Seine Mutter hatte Medienberichten zufolge als Beweis ihres Glaubens etwa 100 Millionen Yen (damals umgerechnet etwa eine Million Dollar) an die Kirche gespendet.

Nach Abes Ermordung hatten Ermittlungen zu einer Reihe von Enthüllungen über enge Verbindungen zwischen der Kirche und vielen konservativen Abgeordneten der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) geführt - vier Minister traten zurück.

Der Mord an Abe erschütterte Japan. Waffengewalt ist in Japan äußerst selten. In dem ostasiatischen Inselstaat gelten strikte Waffengesetze.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Tödlicher Unfall auf Atlantik: Deutscher Segler stirbt bei Regatta

Ein deutscher Segler ist während einer Fahrt über den Atlantik nach einem Unfall an Bord gestorben. Der schwere Unfall geschah am Montag auf der Vereinsjacht "Walross 4", die an der Regatta Rorc Transatlantic Race teilnahm, wie der Akademische Seglerverein Berlin am Dienstag mitteilte. Ein Frachter sei noch umgeleitet worden und habe das verletzte Crewmitglied an Bord genommen, dieses sei aber gestorben.

Europol meldet "größten Einsatz aller Zeiten" gegen Handel mit synthetischen Drogen

Europol hat nach eigenen Angaben seinen bislang "größten Einsatz aller Zeiten" gegen synthetische Drogen geführt und dabei einen der wichtigsten Drogenhändlerringe zerschlagen. Die jahrelang vorbereitete Aktion unter Beteiligung der Polizeibehörden aus Deutschland und fünf weiteren EU-Ländern habe zur Festnahme von 85 Verdächtigen geführt, teilte die internationale Polizeibehörde mit. Unter den Festgenommenen seien die beiden mutmaßlichen Anführer des Rings.

EU-Parlament entscheidet über EuGH-Anrufung wegen Mercosur-Abkommen

Das Europaparlament entscheidet am Mittwoch (ab 12.00 Uhr), ob die Abgeordneten im Streit um das Freihandelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten den Europäischen Gerichtshof (EuGH) anrufen. Der Antrag geht auf Abgeordnete aus Frankreich zurück, wo das Abkommen auf breite Ablehnung stößt. Eine Überprüfung am EuGH würde die Ratifizierung des Abkommens wohl um mehr als ein Jahr verzögern.

Rettungskräfte: Ein Toter und vier Schwerverletzte bei erneutem Zugunglück in Spanien

Knapp drei Tage nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens mit mindestens 42 Todesopfern ist es in dem Land erneut zu einem tödlichen Unfall im Bahnverkehr gekommen. Bei dem Zusammenstoß eines Nahverkehrszuges mit einer eingestürzten Mauer seien ein Mensch getötet und vier weitere schwer verletzt worden, erklärte der Sprecher der Feuerwehr der nordöstlichen Region Katalonien, Claudi Gallardo, am Dienstagabend. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer westlich von Barcelona.

Textgröße ändern: