English Woman's Journal - Tödliche Schüsse vor Shishabar in Hamburg: Mordprozess nach fast zwei Jahren beendet

Tödliche Schüsse vor Shishabar in Hamburg: Mordprozess nach fast zwei Jahren beendet


Tödliche Schüsse vor Shishabar in Hamburg: Mordprozess nach fast zwei Jahren beendet
Tödliche Schüsse vor Shishabar in Hamburg: Mordprozess nach fast zwei Jahren beendet / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

In einem annähernd zwei Jahre dauernden Prozess um tödliche Schüsse vor einer Shishabar in Hamburg ist der Angeklagte am Dienstag zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht der Hansestadt sah es nach Angaben einer Sprecherin als erwiesen an, dass der 33-Jährige heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hatte. Er schoss demnach im Oktober 2023 mindestens siebenmal mit einer Pistole auf einen 24-Jährigen.

Textgröße ändern:

Vorangegangen war demnach ein Konflikt zwischen dem Getöteten sowie dem Angeklagten und dessen jüngerem Bruder. Die Brüder bedrohten den 24-Jährigen laut Anklage bereits einige Tage vor der Tat und trafen sich dann am Abend des 1. Oktobers 2023 mit diesem in dem Lokal, um über eine Art Friedensvereinbarung zu sprechen. Im Verlauf des Treffens erschoss der Beschuldigte den 24-Jährigen dann vor der Shishabar im Stadtteil Sasel aus nächster Nähe, eine Kugel durchschlug das Herz.

Das Verfahren dauerte fast zwei Jahre, es hatte bereits Anfang April 2024 begonnen. Ursprünglich war der zur Tatzeit 23-jährige jüngere Bruder des Verurteilten darin ebenfalls wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Das Verfahren gegen ihn wurde nach Angaben des Gerichts allerdings abgetrennt und soll später neu aufgenommen werden.

Das Urteil entsprach der Forderung der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage, die Verteidigung hatte einen Freispruch beantragt. Nach Gerichtsangaben war deren Verhalten "maßgeblich" für die Länge des Prozesses. Die Verteidigung stellte demnach unter anderem fast 20 Befangenheitsanträge und sorgte dafür, dass ein Zeuge insgesamt über ein halbes Jahr hinweg an diversen Sitzungstagen aussagen musste. Am Ende sei ihr das Fragerecht wegen "Missbrauchs" entzogen worden.

K.McMillan--EWJ

Empfohlen

Trump: Kubanische Regierung erlebt ihre "letzten Momente"

US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Ende der kommunistischen Regierung in Kuba in Aussicht gestellt. "Ich werde mich um Kuba kümmern", sagte Trump am Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami. "Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens."

Gipfel zu Drogen und Sicherheit: Trump empfängt Vertreter aus Lateinamerika

US-Präsident Donald Trump empfängt am Samstag Vertreter verbündeter lateinamerikanischer Staaten zu einem Gipfeltreffen. Hauptthemen der Zusammenkunft in Miami im Bundesstaat Florida sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie Sicherheitsfragen. Trump will dabei eine neue Initiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas) ins Leben rufen.

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Textgröße ändern: