English Woman's Journal - Baden-Württemberg: Urteil gegen Lebensberater wegen Vergewaltigungen rechtskräftig

Baden-Württemberg: Urteil gegen Lebensberater wegen Vergewaltigungen rechtskräftig


Baden-Württemberg: Urteil gegen Lebensberater wegen Vergewaltigungen rechtskräftig
Baden-Württemberg: Urteil gegen Lebensberater wegen Vergewaltigungen rechtskräftig / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Die Verurteilung eines sogenannten Lebensberaters wegen Geiselnahme und mehrerer Vergewaltigungen ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof verwarf die Revisionen des Angeklagten, seines ebenfalls verurteilten Bruders sowie einer Nebenklägerin mit Beschluss vom 16. Dezember 2025, wie das Gericht am Montag in Karlsruhe mitteilte.

Textgröße ändern:

Der damals 38-Jährige aus Baden-Württemberg war im September 2024 vom Landgericht Mosbach zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Kammer sprach ihn der Geiselnahme in Tateinheit mit vierfacher Vergewaltigung und mit Körperverletzungsdelikten schuldig. Zudem wurde er wegen Vergewaltigung in zehn Fällen, sexueller Nötigung sowie mehreren Körperverletzungsdelikten verurteilt. Sein jüngerer Bruder wurde wegen Beihilfe und Beteiligung an den Taten zu drei Jahren Haft verurteilt.

Laut Landgericht hatte der ältere Bruder Coachings für Ernährung, Lebenshilfe und Persönlichkeitsentwicklung angeboten und gezielt Kontakt zu jungen Frauen gesucht. Diese lud er in sein Haus in Walldürn ein. Dort wurde er gewalttätig, vergewaltigte die Frauen und nahm sie zeitweise als Geiseln. Um ihren Widerstand zu brechen, erniedrigte er sie zusätzlich mit Worten. Die Taten ereigneten sich zwischen September 2019 und Oktober 2022.

Die Revisionen gegen das Urteil stützten sich auf Verfahrensbeanstandungen und die Rüge der Verletzung materiellen Rechts. Der Bundesgerichtshof deckte jedoch nach eigenen Angaben weder Verfahrensfehler noch materiell-rechtliche Fehler auf. Damit ist das Urteil des Landgerichts rechtskräftig.

R.Mcintosh--EWJ

Empfohlen

Trump: Kubanische Regierung erlebt ihre "letzten Momente"

US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Ende der kommunistischen Regierung in Kuba in Aussicht gestellt. "Ich werde mich um Kuba kümmern", sagte Trump am Samstag bei einem Treffen mit Staatschefs verbündeter lateinamerikanischer Länder in der Nähe von Miami. "Kuba befindet sich in den letzten Momenten seines Lebens."

Gipfel zu Drogen und Sicherheit: Trump empfängt Vertreter aus Lateinamerika

US-Präsident Donald Trump empfängt am Samstag Vertreter verbündeter lateinamerikanischer Staaten zu einem Gipfeltreffen. Hauptthemen der Zusammenkunft in Miami im Bundesstaat Florida sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie Sicherheitsfragen. Trump will dabei eine neue Initiative namens "The Shield of the Americas" (etwa: Schild Amerikas) ins Leben rufen.

Epstein-Skandal: Akten zu Missbrauchsvorwürfen gegen Trump veröffentlicht

Laut neu veröffentlichten Epstein-Akten hat ein mutmaßliches Opfer in der Vergangenheit schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump erhoben. Das US-Justizministerium gab am Donnerstag (Ortszeit) Protokolle der Bundespolizei FBI von der Vernehmung einer Frau frei, die angegeben hatte, sie sei im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von Trump als auch von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein missbraucht worden. Das Weiße Haus sprach von "haltlosen Anschuldigungen" einer "gestörten Frau".

Gericht: Schnellladesäulen an Bundesautobahnen müssen ausgeschrieben werden

Im Streit um Schnellladesäulen für E-Autos an deutschen Autobahnen hat die Autobahn GmbH des Bundes eine Niederlage erlitten: Das Oberlandesgericht Düsseldorf entschied am Freitag, dass Konzessionen über die Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen nicht ohne Ausschreibung "vergeben werden dürfen". "Sollte die Autobahn GmbH weiterhin Schnellladeinfrastruktur an Bundesautobahnen errichten lassen wollen, muss sie nun ein Vergabeverfahren durchführen", erklärte das Gericht.

Textgröße ändern: