English Woman's Journal - Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch

Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch


Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch
Acht Tote durch Schneebretter in Österreich - Lawinengefahr in Alpen derzeit hoch / Foto: - - APA/AFP

Bei mehreren Lawinenabgängen in Österreich sind am Samstag acht Menschen ums Leben gekommen. Im Murtal in der Steiermark starben drei Mitglieder einer siebenköpfigen tschechischen Skitourengeher-Gruppe, wie die örtliche Polizei mitteilte. Im Salzburger Pongau starben laut Bergrettung durch zwei Lawinen in Bad Hofgastein und im Großarltal insgesamt fünf Menschen. In den Alpen ist die Lawinengefahr nach starken Schneefällen derzeit hoch, seit Ende der vergangenen Woche starben bereits 17 Skifahrer, darunter am Freitag ein Deutscher in der Schweiz.

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Bei der Lawine im Murtal seien insgesamt sieben Menschen verschüttet worden, erklärte die Polizei am Samstagabend. Einsatzkräfte konnten die tschechischen Skitourengänger orten und ausgraben, bei drei von ihnen konnte aber nur noch der Tod festgestellt werden. Die übrigen vier Mitglieder überlebten das Unglück im Pustertal und erhielten eine notfallmedizinische Erstversorgung. An dem Einsatz waren außer etwa 150 Einsatzkräften der Bergrettung auch Polizei und Feuerwehr, Suchhunde und drei Notarzthubschrauber beteiligt.

Zuvor waren aus dem Salzburger Pongau zwei tödliche Lawinen gemeldet worden. Das erste Schneebrett löste sich am Samstagmittag in Bad Hofgastein. Wie die Bergrettung im Bundesland Salzburg mitteilte, wurde dabei im Bereich "Schmugglerscharte" eine Skitourengeherin abseits der Pisten verschüttet. Ihr Ehemann alarmierte die Bergrettung, Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. An dem Einsatz waren laut der Bergrettung unter anderem ein Rettungshubschrauber, eine Hundestaffel sowie das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes beteiligt.

Nur eineinhalb Stunden später löste sich im Pongau eine weitere Lawine, die vier Skitourengeher tötete. Das Schneebrett im Bereich Finsterkopf im Großarltal riss laut der Salzburger Bergrettung insgesamt sieben Wintersportler mit sich. Einer überstand das Unglück unverletzt, zudem gab es einen Schwerverletzten und einen Leichtverletzten.

Auch bei diesem Einsatz kamen eine Hundestaffel, ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes sowie mehrere Hubschrauber von Rettungsdienst und Polizei zum Einsatz. Zur Identität der Opfer gab es zunächst keine Angaben, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

"Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen - leider mit tödlichem Ausgang", erklärte der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. "Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist." Am Samstagmittag lösten Wintersportler im Pongau demnach noch weitere Lawinen aus, Verletzte gab es bei diesen Abgängen aber nicht.

Am Freitag war in der Schweiz bei einer Lawine am Berg Piz Badus in Tujetsch ein Mann aus Deutschland ums Leben gekommen. Insgesamt waren sieben Mitglieder einer Skitouren-Truppe von den Schneemassen erfasst worden. vier von ihnen erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen.

Bei den weiteren Lawinen-Todesopfern der vergangenen Tage handelte es sich um einen 13-jährigen Tschechen im österreichischen Bad Gastein und eine 58-Jährige in Weerberg im österreichischen Bundesland Tirol. Zudem starben sechs Menschen durch Lawinen an verschiedenen Orten der französischen Alpen.

R.Sutherland--EWJ

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