English Woman's Journal - Starker Schneefall sorgt weiter für Verkehrschaos in Teilen Europas

Starker Schneefall sorgt weiter für Verkehrschaos in Teilen Europas


Starker Schneefall sorgt weiter für Verkehrschaos in Teilen Europas
Starker Schneefall sorgt weiter für Verkehrschaos in Teilen Europas / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Starker Schneefall hat auch am Mittwoch in Teilen Europas den Verkehr lahmgelegt. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden wurden erneut hunderte Flüge gestrichen. Auch Züge fielen aus und auf glatten und verschneiten Straßen stauten sich die Autos. In Paris fuhren am Vormittag keine Busse und im schwedischen Göteborg keine Straßenbahnen. In Schottland blieben hunderte Schulen geschlossen.

Textgröße ändern:

Allein am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden am Mittwoch über 700 Flüge gestrichen. "Auch heute ist der Flugverkehr am Flughafen gestört", teilte Schiphol in einer Erklärung mit. "Unser Winterdienst arbeitet ununterbrochen, um möglichst viele Flüge möglich zu machen." Die Zahl der Flugausfälle werde aufgrund des anhaltenden Winterwetters mit heftigen Windböen aber voraussichtlich noch steigen.

Mehr als 1000 Menschen hätten die Nacht am Flughafen verbringen müssen, teilte der Flughafen auf seiner Website mit. Für gestrandete Reisende wurden Feldbetten aufgestellt.

Auch der Bahnverkehr in den Niederlanden war durch den Schnee teilweise lahmgelegt. Die Bahngesellschaft NS empfahl Reisenden, nicht dringend notwendige Reisen zu verschieben. Auch auf den Straßen herrschte Chaos: Gegen 9.00 Uhr morgens gab es in den Niederlande insgesamt mehr als 700 Kilometer Stau. Das war für einen Mittwochmorgen der schlimmste Stau seit dem Jahr 1999.

Auch in Belgien gab es Beeinträchtigungen im Flug- und Bahnverkehr. Am Flughafen Brüssel-Zaventem wurden nach Angaben der Betreiberfirma Brussels Airport am Mittwoch 40 Flüge gestrichen. Alle Züge in Richtung Niederlande fuhren nur bis zur Grenze.

Auch mehrere Eurostar-Züge zwischen dem Londoner Bahnhof St. Pancras und Amsterdam, Rotterdam sowie Paris wurden gestrichen. Andere Züge hatten nach Angaben der Betreiberfirma Verspätung. Auch der Norden und Nordosten Großbritanniens lag unter einer dicken Schneedecke - in Schottland blieben den dritten Tag in Folge hunderte Schulen geschlossen.

Ungewöhnlich ausgiebiger Schneefall und Temperaturen unter Null legten auch in Teilen Frankreichs den Verkehr lahm. Am Vormittag fielen an den Pariser Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle und Orly etwa 140 Flüge aus. Die französischen Hochgeschwindigkeitszüge mussten nach Angaben der Bahngesellschaft SNCF ihre Geschwindigkeiten drosseln. In mehreren Regionen fielen Schulbusse aus.

In Paris fuhren am Vormittag keine Busse. Die Nahverkehrsgesellschaft RATP rief dazu auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Im morgendlichen Berufsverkehr bildeten sich im Großraum Paris insgesamt 600 Kilometer Stau. In Online-Netzwerken verbreiteten sich zahlreiche Fotos und Videos von schneebedeckten Pariser Sehenswürdigkeiten - ein seltener Anblick in den vergangenen Jahren.

In 38 von 101 Départements galt die zweithöchste Warnstufe. Nach Angaben des französischen Wetterdienstes fielen im Norden und Westen des Landes zwischen drei und sieben Zentimeter Schnee, in den nordfranzösischen Ardennen waren es bis zu 15 Zentimeter. Im Großraum Paris, im Westen und im Südwesten Frankreichs wurde ein Fahrverbot für Lastwagen verhängt. In den vergangenen Tagen waren bei wetterbedingten Verkehrsunfällen in Frankreich fünf Menschen ums Leben gekommen.

In Schweden sorgte heftiger Schneefall vor allem in Göteborg für Verkehrsprobleme: In der zweitgrößten Stadt Schwedens fuhren bis zum Mittag keine Straßenbahnen. In Dänemark wurden in Jütland im Norden des Landes bis zu 15 Zentimeter Schnee erwartet. Die Polizei rief die Menschen zur Vorsicht auf.

L.Ross--EWJ

Empfohlen

Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden

Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: