English Woman's Journal - Erste Weihnachtsfeier seit Beginn des Gaza-Kriegs in Bethlehem

Erste Weihnachtsfeier seit Beginn des Gaza-Kriegs in Bethlehem


Erste Weihnachtsfeier seit Beginn des  Gaza-Kriegs in Bethlehem
Erste Weihnachtsfeier seit Beginn des Gaza-Kriegs in Bethlehem / Foto: HAZEM BADER - AFP

Trommeln, Weihnachtslieder und Dudelsäcke unter strahlend blauem Himmel: Erstmals seit Beginn des Gaza-Krieges sind am Mittwoch in Bethlehem wieder Christen aus aller Welt zu offiziellen Weihnachtsfeierlichkeiten zusammengekommen. Auf dem Manger-Platz vor der Geburtskirche versammelten sich zahlreiche Menschen. Hunderte nahmen an einer Parade durch die enge Stern-Straße teil, Pfadfinder spielten auf Dudelsäcken Weihnachtslieder. In der Stadt im von Israel besetzten Westjordanland soll Jesus Christus geboren worden sein.

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"Heute ist ein Tag voller Freude, denn wegen des Krieges konnten wir bisher nicht feiern", sagte der 17-jährige Pfadfinder Milagros Anstas der Nachrichtenagentur AFP. Für die 18-jährige Pfadfinderin Katiab Amaya sind die wiederaufgenommenen Feierlichkeiten ein wichtiges Symbol: "Es gibt uns Hoffnung, dass es hier immer noch Christen gibt, die feiern, und dass wir die Traditionen weiterhin pflegen."

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, kam am Mittwoch in Bethelehem an, wo er am Abend seine traditionelle Mitternachtsmesse in der an die Geburtskirche angrenzenden Katharinenkirche halten soll.

Die Behörden der Stadt hatten in den vergangenen zwei Jahren wegen des Krieges im Gazastreifen auf die festliche Dekoration in Bethlehem verzichtet. Doch zum diesjährigen Weihnachten funkelte neben der Geburtskirche wieder ein hoch aufragender Weihnachtsbaum, der mit roten und goldenen Kugeln geschmückt war. Der Sakralbau aus dem vierten Jahrhundert wurde auf einer Grotte erbaut, in der nach christlichem Glauben Jesus vor mehr als 2000 Jahren geboren wurde.

Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe zwischen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und Israel. Beide Seiten werfen sich jedoch immer wieder Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

Im Oktober 2023 hatten Hamas-Kämpfer und verbündete Milizen Israel überfallen. Mehr als 1200 Menschen getötet, etwa 250 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. In dem dadurch ausgelösten Krieg wurden nach Hamas-Angaben im Gazastreifen mehr als 70.000 Menschen getötet. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

M.Stevenson--EWJ

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