English Woman's Journal - Diesel-Verfahren: Mercedes-Benz zahlt in den USA 120 Millionen Dollar

Diesel-Verfahren: Mercedes-Benz zahlt in den USA 120 Millionen Dollar


Diesel-Verfahren: Mercedes-Benz zahlt in den USA 120 Millionen Dollar
Diesel-Verfahren: Mercedes-Benz zahlt in den USA 120 Millionen Dollar / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Mercedes-Benz will den Streit um mutmaßlich manipulierte Abgaswerte in den USA mit insgesamt 120 Millionen Dollar (rund 102 Millionen Euro) beilegen. Nach Angaben der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erklärte sich der deutsche Autobauer zu dieser Zahlung in Vergleichen mit 48 US-Bundesstaaten bereit. Sie hatten Mercedes vorgeworfen, bei einer Reihe von Fahrzeugen eine Schummelsoftware für Abgastests installiert zu haben.

Textgröße ändern:

Der Konzern hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. "Mit den Vergleichen macht Mercedes-Benz einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Rechtssicherheit im Zusammenhang mit verschiedenen Diesel-Verfahren", hieß es in einer in Stuttgart veröffentlichten Erklärung. "Das Unternehmen schließt damit sämtliche wesentlichen noch offenen Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Diesel-Emissionen in den USA ab."

Nach Angaben von Mercedes bedarf die Einigung noch der Zustimmung durch die zuständigen Gerichte. Die Vereinbarung sieht laut der New Yorker Generalstaatsanwältin eine Gesamtstrafe von 150 Millionen US-Dollar vor. Davon werden 29 Millionen Dollar jedoch ausgesetzt, solange der deutsche Hersteller die Bordsoftware mit Updates nachbessert.

Bereits im August 2020 hatte der damals noch Daimler heißende Konzern eine Zahlung von gut zwei Milliarden Dollar in den USA angekündigt. Rund 1,5 Milliarden Dollar flossen an die Bundesbehörden und den Bundesstaat Kalifornien. Mit weiteren 700 Millionen Dollar legte der Autobauer eine Sammelklage von Verbrauchern bei.

Das US-Justizministerium stellte seine Ermittlungen gegen Mercedes-Benz im Diesel-Skandal im April 2024 ein. Das Verfahren war ursprünglich 2016 eingeleitet worden und betraf Pkw und Transporter mit der BlueTec-Technik der Modelljahre 2009 bis 2016.

S.Smith--EWJ

Empfohlen

Tödliche Attacke in Pariser Vorstadt: Hitlers "Mein Kampf" bei Angreifer gefunden

Nach dem offenbar rassistisch motivierten Anschlag im Großraum Paris mit einem Toten und fünf Verletzten haben die Ermittler in der Wohnung des mutmaßlichen Angreifers eine Ausgabe von Adolf Hitlers "Mein Kampf" gefunden. Das Buch sei bei einer Durchsuchung der Wohnung im westlich von Paris gelegenen Plaisir entdeckt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Samstag aus Ermittlerkreisen. Gefunden wurden außerdem eine Bibel und ein Koran.

Herbststurm "Luise" sorgt für Zugausfälle und Feuerwehreinsätze

Der Herbststurm "Luise" hat am Freitag im Westen und Südwesten Deutschlands für Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. In Nastätten in Rheinland-Pfalz kippte auf einem Stadtfest ein Gestell um, dabei wurden ein 58-Jähriger und ein 72-Jähriger schwer verletzt. Beide wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei in Koblenz mitteilte.

Zehntausende in Taiwan nach Durchzug von Taifun "Champi" ohne Strom

Hunderte Verletzte, entwurzelte Bäume, zehntausende Haushalte ohne Strom: Der Taifun "Champi" ist über Taiwan hinweggefegt und hat dabei erhebliche Schäden in dem Inselstaat angerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte arbeiteten nach Angaben der Behörden am Samstag daran, die Stromversorgung für rund 56.000 Haushalte wiederherzustellen. Seit Donnerstag, als die ersten Warnungen vor dem Taifun ausgegeben wurden, kam ein Mensch ums Leben und etwa 500 weitere wurden verletzt.

Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser im besetzten Westjordanland eine großangelegte Militäroffensive angekündigt. Vier Tage vor der Parlamentswahl in Israel ordnete Netanjahu am Freitag eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets an. Er stellte zudem eine Militäroffensive in Aussicht, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: