English Woman's Journal - Neue Rituale: In jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt eine Gurke

Neue Rituale: In jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt eine Gurke


Neue Rituale: In jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt eine Gurke
Neue Rituale: In jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt eine Gurke / Foto: Aurore MESENGE - AFP/Archiv

Gurke im Baum und Weihnachtsbriefe per KI: In der Weihnachtszeit sind die Deutschen offen für neue Rituale, feiern das Fest aber weiterhin sehr traditionell. Das zeigt die aktuelle Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr München, die am Montag veröffentlicht wurde. An jedem zehnten Weihnachtsbaum hängt demnach eine gläserne Gurke, die dem Entdecker ein zusätzliches Geschenk beschert.

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Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 Prozent) kennt der Umfrage zufolge den aus den USA stammenden Trend, bei dem eine Gurke versteckt im Baum hängt und dem Finder oder der Finderin ein zusätzliches Geschenk verspricht. Die Idee entstand demnach in den USA im Glauben, dies sei typisch deutsch. Nun kehre das Ritual als vermeintlicher US-Trend zurück.

Unter Haushalten mit Weihnachtsbaum sind elf Prozent offen für diese neue Weihnachtradition, 59 Prozent wollen hingegen keine Gurke an ihrem Baum.

Andere Rituale sind dem Zeitgeist geschuldet. So hinterlässt auch die Künstliche Intelligenz (KI) Spuren. Immer mehr Menschen verwenden KI für ihre Weihnachtsgrüße. Fast jeder Dritte (30 Prozent) nutzt oder erwägt deren Unterstützung - 2023 war es erst gut jeder Fünfte (22 Prozent). Unter Jüngeren bis 31 Jahre greifen bereits 44 Prozent beim Verfassen von Weihnachtsgrüßen auf digitale Hilfe zurück.

Einen Aufschwung erleben auch die Wichtel. In diesem Jahr ist die Tradition der Weihnachtswichtel, die nachts Streiche spielen und Briefe hinterlassen, 41 Prozent bekannter als im Vorjahr.

Alles in allem bleibt das Weihnachtsfest in Deutschland aber traditionell. Unter dem Baum liegen weiterhin vor allem Süßigkeiten (40 Prozent), Bücher (31 Prozent) und Spielzeug (29 Prozent). Gewünscht werden häufig Geld (44 Prozent), gemeinsame Erlebnisse (40 Prozent), Reisen (39 Prozent), sowie Bücher (39 Prozent).

Für rund die Hälfte der Deutschen bleiben Besinnlichkeit und Ruhe zentrale Bestandteile des Fests. Gleichzeitig gibt etwa jeder Zweite (54 Prozent) an, dass sich Humor und Besinnlichkeit gut verbinden lassen. Ein Gottesdienstbesuch, eine festlich geschmückte Wohnung und ein Wichtel schließen sich aus ihrer Sicht nicht aus.

Auch das Interesse an Weihnachtsgottesdiensten steigt. Nach dem pandemiebedingten Rückgang von 24 Prozent auf 15 Prozent können sich aktuell 18 Prozent dafür erwärmen. 27 Prozent der jungen Erwachsenen planen an Heiligabend oder während der Adventszeit einen Gottesdienstbesuch und liegen damit klar über dem Durchschnitt. Bei den über 60-Jährigen sind es nur rund 13 Prozent.

Befragt wurden zwischen dem 30. November und dem 4. Dezember bundesweit 1252 Menschen ab 18 Jahren.

R.Sutherland--EWJ

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