English Woman's Journal - Papst setzt Zeichen für Einheit der Christen zum Abschluss seines Türkei-Besuchs

Papst setzt Zeichen für Einheit der Christen zum Abschluss seines Türkei-Besuchs


Papst setzt Zeichen für Einheit der Christen zum Abschluss seines Türkei-Besuchs
Papst setzt Zeichen für Einheit der Christen zum Abschluss seines Türkei-Besuchs / Foto: YASIN AKGUL - AFP

Zum Abschluss seines Besuches in der Türkei hat Papst Leo XIV. erneut ein Zeichen für die Einheit der Christen gesetzt. Er nahm am Sonntag in Istanbul an mehreren Messen unterschiedlicher Konfessionen teil - unter anderem in der armenisch-apostolischen Kathedrale. Dort betonte das Oberhaupt der katholischen Kirche das "mutige" christliche Bekenntnis des armenischen Volkes im Lauf der Geschichte - "oft unter tragischen Umständen".

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Diese Aussage wurde von Beobachtern als Verweis auf die Massaker osmanischer Truppen an Armeniern im Ersten Weltkrieg verstanden. Schätzungen zufolge wurden zwischen 1915 und 1917 von den Soldaten des Osmanischen Reiches bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet. Die Türkei spricht von wesentlich niedrigeren Opferzahlen und lehnt den Begriff Völkermord für die Massaker ab.

Nach dem Gebet in der armenisch-apostolischen Kathedrale nahm der Papst an einer orthodoxen Liturgie in der Patriarchalkirche St. Georg teil. Noch vor seinen öffentlichen Verpflichtungen hatte er sich privat mit einem trauernden Vater getroffen, dessen 14-jähriger Sohn im Februar bei einem Messerangriff in Istanbul getötet worden war. Anschließend sagte der aus Italien stammende Vater Andrea Minguzzi, der Papst habe mit dem Treffen "einen der größten Träume meines Lebens erfüllt".

Am Sonntagnachmittag wollte der Pontifex weiter in den Libanon reisen, wo er am Montag und Dienstag unter anderem junge Menschen treffen und einen Gottesdienst im Freien mit rund 120.000 Gläubigen feiern will. Im Libanon bekennt sich mehr als ein Drittel der Bevölkerung zum christlichen Glauben.

A.Wallace--EWJ

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